Wo ist La lalalala la la lalalalala lala la?

Juni 30, 2008

Na schön. Ich gebe es ja zu. Meine Kritik an der armen alten Frau mit ihrer Heimorgel war sicher nicht nett. Auch wenn das, was es auf die Ohren gab, ebenfalls nicht nett war.

Auf jeden Fall habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen. Denn sie ist weg!

Nach einem halben Jahr kontinuierlicher Beschallung am Morgen war sie heute Morgen einfach nicht an ihrem gewöhnlichen Standort. Es dudelte mir weder der Schneewalzer noch La lalalala la la lalalalala lala la (für alle, die nicht mitgelesen haben: bitte etwas nach unten scrollen) entgegen.

Wo mag sie sein? Hat sie Urlaub? Ist sie verkatert wegen des verlorenen Endspiels? Oder besucht sie gerade einen Heimorgel-Kurs?

Sachdienliche Hinweise bitte hier posten.

Und wer noch eine Idee hat, wie das Lied heißen könnte: Immer her damit :-)


Warum ich nichts über Fußball schreibe

Juni 30, 2008

Ich vermute, dass heute in jedem 1,25. Blog etwas über Fußball geschrieben wird.

Deshalb habe ich beschlossen, nichts über das verlorene EM-Finale zu schreiben, denn es ist mit Sicherheit schon alles gesagt, was es zu sagen gab.

Außer: Europa-Meister der Herzen (habe ich heute ein paar Mal gelesen und frage mich wirklich, wer diese Phrase verbrochen hat) ist absolut gar nichts, ich hätte lieber mit Rumpel-Fußball gewonnen.

Morgen werde ich in der Arbeit auch einen Haufen Fehler machen und den ganzen Tag quälend langsam sein. Vielleicht werde ich so Mitarbeiter/Kollege der Herzen???


Ihr kriegt mich nicht

Juni 29, 2008

Werbung nervt. Egal, ob ich fernsehe, Zeitung lesen oder surfe: Überall blinkt und rotiert etwas, strahlen mich gut aussehende Menschen an und wird mir suggeriert, dass ich Produkt XY ganz dringend kaufen müsse.

Das muss ich aber nicht! Denn zum Glück ich bin total immun gegen Werbung.

Deshalb gucke ich jetzt auch nicht gebannt auf den Fernseher oder klicke bunte Banner im Internet an, sondern genieße den lauen Sommerabend mit meinem Notebook auf dem Balkon. An mir verdienen die Marketing-Fuzzies keinen Cent!

Gerade habe ich mir ein schönes kühles Jever aufgemacht. Einfach klasse, wie friesisch herb das an meinem Gaumen perlt.

Da ist auch der Ärger von vorhin leicht vergessen, als ich mich mit Frucht-Alarm abplagen musste, weil das pürierte Obst unbedingt auf meine Levis und nicht in den Mund wollte. Aber mit einem Wisch war dann alles ganz schnell wieder weg. Mir machen Fleckenzwerge nicht das Geringste aus, denn mein Ariel wäscht nicht nur porentief, sondern auch rein.

Und weil mich das Bier jetzt hungrig macht, setze ich mich gleich in mein Auto und fahre zu McDoof, denn ich liebe es. Und völlig egal, was Benzin auch kostet: Mit V-Power spüre ich meinen Vorsprung durch Technik gleich doppelt so stark.

Hilfe: Ein Blick auf meine Rolex zeigt: Ich habe nur noch eine halbe Stunde Zeit, bis ich mich zum Public Viewing fertig machen muss. Wird das eigentlich auf dem ersten oder zweiten übertragen? Das ist wichtig, denn mit dem zweiten sieht man ja bekanntlich besser.

Und weniger Werbung als bei den Privaten gibt’s da zum Glück auch.


Rettende Wolle

Juni 27, 2008

Worte können ja bekanntlich töten. Und ich habe einen Kollegen, der sich genau das zum Ziel gesetzt hat: Er versucht, mich tot zu labern.

Weniger bis gar nicht durch pointierte Rede, sondern mit Hilfe der größtmöglichen Anzahl von Worten in der allerkürzesten Spanne von Zeit.

Wie mit einem Schnellfeuergewehr schießen die Worte gegen mein Trommelfell.

Entkommen unmöglich!

Was er erzählt? Gute Frage…Von Orten, die er nie besucht hat, von Freunden, die er nicht hat, von seinen Erlebnissen, die andere für ihn erlebt haben.

Ich glaube, ich gehe heute in den Keller und suche nach meinen Ohrwärm-Mützen (s. unten). Lieber sehe ich seltsam aus und schwitze mir bei hochsommerlichen Temperaturen in der Arbeit einen ab, als diesem sinnlosen Geschwätz noch länger zuzuhören.


4 Tage Muskelkater

Juni 27, 2008

Heute kann ich so langsam wieder drüber lachen – über mein letztes Wochenende.

Bis gestern bin ich mehr schlecht als recht durch die Woche gehumpelt und der Grund war:

Absolute Selbstüberschätzung!

Am letzten Samstag war ich bergwandern, leider nicht alleine. Dann hätte ich die Tour nämlich problemlos abbrechen können und hätte nicht fürchten müssen, auf ewig verspottet zu werden! Und vorgeschlagen hatte ich die Tour leider auch. Es ging aufs Trainsjoch, einen Berg bei Bayrischzell, der genau zwischen Österreich und Deutschland liegt.

Technische Schwierigkeiten gab es keine, aber dafür knapp 900 Höhenmeter zu bewältigen. Die Gehzeit bis zum Gipfel gab das zu Rate gezogene Bergbuch mit ca. 2,5 Stunden an.

Das hätte mir zu denken geben sollen, denn 900 Höhenmeter verteilt auf 2,5 Stunden heißt in erster Linie eines: es wird steil.

Das ist normalerweise auch kein Problem. Es wird aber eines, wenn es sich um die erste Bergtour des Jahres handelt, weil man davor pausenlos Rad gefahren ist und im Urlaub war. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass man beim Radfahren komplett andere Muskeln als beim Bergwandern beansprucht.

Denn am Sonntag tat mir wirklich alles weh, am meisten natürlich die Beine. Ich habe dabei eine völlig neue Qualität von Muskelkater-Schmerzen kennen gelernt!

Mehr als leise jammernd durch die Gegend schleichen war am Sonntag nicht drin. Am Montag wurde es etwas schlimmer, ich schlich also laut jammernd durch die Gegend. Und erst seit gestern kann ich mich wieder normal bewegen. Was mich natürlich heute, am Freitag, nicht daran hindert, mir zu überlegen, ob ich am Wochenende lieber Bergwandern oder Rad fahren will.

Ach ja, noch ein paar Infos zum Trainsjoch (detaillierte Infos gibt’s übrigens auf einer meiner Lieblings-Webseiten, nämlich hier).

Der Weg auf das Trainsjoch ist wirklich eine landschaftlich wunderschöne Tour, die kurz hinter dem ehemaligen Grenzübergang auf österreichischer Seite startet (beim Ursprungspass). Es geht erst durch den Wald, dann ist man aber ziemlich lange in relativ ungeschütztem Gelände unterwegs, weshalb es sich empfiehlt, nicht zu spät loszugehen.

Die Ausblicke belohnen aber alle Frühaufsteher: Schliersee von oben oder schneebedeckte Dreitausender in den Tiroler Alpen gehören dazu.

Wer fit ist, hat sicher seinen Spaß und für alle anderen gilt: nach 4 Tagen ist der Muskelkater zum Glück auch wieder weg ;-)


La lalalala la la lalalalala lala la

Juni 27, 2008

Ich fahre ja jeden Morgen mit der S-Bahn in die Arbeit. Positiv: Auf meiner Linie kommt sie sogar meistens pünktlich, was in München eher eine Seltenheit ist.

Negativ: In der Unterführung der S-Bahn sitzt sommers wie winters eine Frau im besten Rentenalter, bewaffnet mit einer tragbaren Heimorgel.

Die Heimorgel ist wirklich eine Waffe, denn den ganzen Winter bis einschließlich Mai orgelte mir jeden Morgen die gleiche Melodie entgegen. Am Anfang lag wenigsten noch Schnee und ich konnte den Schneewalzer halbwegs putzig finden. Bei 25 Grad und Sonne war’s im Mai dann eher unangebracht.

Dann hatte ich Urlaub und ab Juni hat die gute Frau tatsächlich umgestellt. Das Lied, was sie jetzt spielt, kenne ich nicht, aber bis es im Winter wieder Zeit für den Schneewalzer ist, würde ich gerne wissen, wie es heißt.

Kennt jemand von Euch ein Lied, das ungefähr so klingt

La lalalala la la lalalalala lala la

Lalala la la lala la la la

La la la lalalalala la


Rumpel-Fußball ist wieder da

Juni 26, 2008

Ich korrigiere mich nur ungern, aber nachdem ich nach dem Portugal-Spiel schon in eine komplette Hochstimmung ausgebrochen worden war, bekam meine Stimmung gestern leider wieder einen Dämpfer. Denn da war er wieder, der deutsche Rumpel-Fuball. Da war ich eindeutig zu früh in Euphorie ausgebrochen.

Andererseits ist es (fast) völlig egal, wie die deutsche Nationalelf spielt, Hauptsache, sie gewinnt am Ende. Den schönsten Fußball haben bei dieser EM sicher die Holländer gespielt – bis sie dann sang- und klanglos gegen eine unerschrockene Auswahl von Newcomern verloen haben.

Trotzdem gab es gestern auch das eine oder andere Highlight, nämlich:

  • es hat gestern während des Spiels in München nicht geregnet
  • mein Bier war schön kalt
  • Schweinsteiger, Klose und Lahm haben es irgendwie geschafft, den Ball ins Tor zu bekommen und Lehmann hat es irgendwie geschafft, nur zwei Bälle reinzulassen
  • Pause vom Spiel dank Sendestörung; noch besser wäre allerdings eine Tonstörung gewesen (obwohl ich danke Public Viewing eh nur 20% vom Béla Réthy gehört habe)

Und das größte Highlight war natürlich, dass Podolski nicht fürs Halbfinale gesperrt worden ist, wie hier zu lesen ist. Sehr lustig :-)


Windows XP stirbt

Juni 25, 2008

Drehen wir die Zeiger der Zeit ein paar Jahre zurück:

Nachdem ich jahrelang Zeit hatte, mich an diverse Bluescreens und die temporäre Arbeitsverweigerung der diversen Windows-Versionen zu gewöhnen, gab es plötzlich ein Betriebssystem, dass mir ein relativ gutes Auskommen mit meinem PC bescherte: Windows 98 SE.

Endlich konnte man auch als Nicht-PC-Nerd den Rechner bedienen, und meistens tat die graue Klapperkiste unter dem Schreibtisch sogar das, was ich wollte.

Windows 2000 und ME ließ ich unbeeindruckt an mir vorübergehen, bis dann Windows XP im Jahr 2001 an den Start ging. Ich beschloss, auch dieses Betriebssystem nicht weiter zu beachten, was aber arbeitstechnisch leider nicht ging.

Das war die Geburt der zweiten Partition auf meinem Arbeitsrechner. Windows 98 SE für alle wichtigen Dinge, XP zum Testen und Nörgeln. Auf meinem Heim-PC kam der Kram natürlich nicht. Denn ich war fest entschlossen, XP nicht zu mögen. Alleine schon der Name verhieß nichts Gutes. Da konnte Microsoft hundert Mal erklären, das XP für eXPerience = Erfahrung stand, ich wahr mir sicher, das XP nur eXPired = abgelaufen bedeuten konnte.

Mit der Zeit gewöhnte ich mich erstaunlicherweise an XP. Sogar mit Luna konnte ich leben, obwohl die Oberfläche anfangs für mich das größte K.O.-Kriterium für einen Wechsel gewesen war.

Und dann kam der Tag, an dem ich 98SE auf meinem Rechner tötete und allen begeistert erzählte, was für ein tolles und stabiles Betriebssystem Windows XP sei. Naja, um ehrlich zu sein, war ich nicht ganz so euphorisch, denn Euphorie und Microsoft schließen sich einfach aus. Trotzdem: Ich konnte mit XP einigermaßen gut arbeiten, viele Jahre lang.

Dann kam Anfang 2007 Windows Vista. Und erneut ging es mir wie bei Windows XP. Nur gibt es hier eine Ausnahme: Ich arbeite jetzt seit fast 1,5 Jahren mit dem Betriebssystem, habe sogar ein Notebook, auf dem nur Vista läuft (für einen Core 2 Duo mit 2,5 GHz läuft alles echt schleppend) und würde trotzdem jedem Freund und Bekannten raten: bleibt bei XP. Vista ist nicht schlecht und sicherer als XP wahrscheinlich auch, aber Vista nervt.

Und was macht Microsoft? Tötet XP!

Gestern Abend verkündete Microsoft das Verkaufsende von Windows XP. Am 30. Juni verkauft der Software-Riese Windows XP das letzte Mal an Einzelhändler und Hardware-Hersteller. Folgender Satz aus der offiziellen Pressemitteilung gefällt mir dabei am besten: (…) Dies [der Verkauf] entspricht den Vorgaben zum Lebenszyklus der Windows-Betriebssysteme, die Kunden eine höhere Planungssicherheit bieten.

Aha, so kann man das natürlich auch nennen! Scheint aber eher so, als hätte sich Microsoft hier um einiges verplant. Trotzdem werde ich mich wohl irgendwie an die quietschbunte Vista-Welt gewöhnen müssen, die so unerfolgeich versucht, die Apple-Welt nachzuahmen.

Ich freu mich auf Windows 7…

…oder installier vielleicht doch mal Ubuntu.


Affenhitze

Juni 24, 2008

Kein Satz beschreibt die Atmosphäre meines Büro besser als eine der Anfangszeilen aus Schillers Das Lied von der Glocke: (…) Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß…

Wie wahr! Doch ich bekomme hier fürs Schwitzen keinen Segen von oben.

(Tipp: Für alle, die bei Schillers Glocke nicht textsicher sind, gibt es z.B. auf der Seite Lyrikwelt.de den kompletten Text.)

Stattdessen befindet sich mein Gehirn bei der Hitze eher im Hitzefrei-Modus. Wie soll man auch arbeiten, wenn man beim Tippen immer an der Tastatur kleben bleibt, der Arm sich nur noch mit Kraftanstrengung vom Schreibtisch lösen lässt und der Ventilator einem ständig die Haare ins Gesicht weht?

Eins steht auf jeden Fall fest: Ohne den Ventilator wäre ich schon längst geschmolzen.

Und stelle mir die Frage, warum ich mich eigentlich vor ein paar Tagen noch über das Wetter beschwert habe. Aber so ist das eben mit dem Wetter: Es ist einfach nie so, wie man es braucht!

Tipps, wie man die heißen Tage im Büro erträglich gestalten kann, sind herzlich willkommen!


Rumpel-Fußball war gestern

Juni 20, 2008

Gestern sprachen alle noch von deutschem Rumpel-Fußball, heute ist die Euphorie der WM 2006 zum Glück wieder da.

Ich habe selten so ein schönes und spannendes Spiel wie gestern gesehen. Ähnlich spannend war vielleicht das WM-Finale 1986 gegen Argentinien (das so ziemlich das erste WM-Spiel ist, an das ich mich erinnere), aber der Ausgang, 3:2 für Argentinien, war leider weniger schön.

Dass ich das eine oder andere Tor leider nur halb oder gar nicht gesehen habe, tat meiner Stimmung keinen Abbruch. Das ist eben der Preis, den man für Public Viewing im Münchner Glockenbach-Viertel zahlen muss. Dafür war die Stimmung von Anfang an gut und nach dem 1:0 von Schweinsteiger nicht mehr zu toppen. Die gute Stimmung lag vielleicht auch am Wetter, denn pünktlich zum Viertelfinale ist endlich der Sommer nach München zurückgekehrt.

Danke, Nationalelf, für einen wunderbaren Fußball-Abend! Ich freu mich schon auf Mittwoch!