August 26, 2008
Der Tag fing gut an: Um 4.30h aufgewacht, (gefühlte) 500x im Bett rumgedreht, um 5:55h (genervt) aufgestanden, Joggingschuhe angezogen, festgestellt, dass es noch zu dunkel ist, um durch den Wald zu laufen, eine Viertelstunde gewartet, dann fast 30 Minuten gelaufen und erfreut über Überwindung des inneren Schweinehunds gewesen.
Nach Duschen und Kaffeetrinken fast wach mit dem Roller zur S-Bahn gefahren. Und kaum hatte ich den Helm abgenommen, tönte mir die vertraute Melodie des Schneewalzers entgegen.
Ich rannte die Stufen zur Unterführung runter und als ich um die Ecke bog, war jeder Zweifel verschwunden:
La lalalala la la lalalalala lala ist wieder da!
Und scheint die letzten Wochen leider nicht für die Erweiterung Ihres Repertoires genutzt zu haben.
In altbekannter Manier malträtierte sie die Tasten der kleinen Heimorgel und in ebenso altbekannter Manier schmiss niemand etwas in den aufgestellten Hut. Ich gestehe: Ich leider auch nicht, weil ich nur rennend eine Chance hatte, meine Bahn zu erreichen.
Aber vielleicht ist sie ja morgen wieder da?
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August 20, 2008
Interessant: Wenn ich mit Google Insights (Google-Dienst im Betastadium, der anzeigt, wie häufig in einem bestimmten Land/einer Region nach einem Begriff gesucht wird) folgende, aktuell häufig vorkommende Wörter vergleiche:
- Datenschutz
- Klimawandel
- Benzinpreise
ergibt sich folgendes Bild: „Klimawandel“ erklomm nur zu Beginn des Jahres 2007 die Spitzenposition, ansonsten lagen meist die Begriffe „Datenschutz“ und „Benzinpreise“ vorne. Seit Anfang 2008 wird mit großem Abstand am meisten nach dem Wort „Benzinpreise“ gesucht, Datenschutz liegt auf Platz 2. Und obwohl es nicht mehr ganz so häufig wie noch im Jahr 2004 gesucht wird, zeigt sich, dass das Wort Datenschutz bei den Deutschen ein wichtiger Begriff ist.
Unbegreiflich: Wenn Google Insights Recht hat, warum findet dann alle Welt so ein Vergnügen daran, so viele persönliche Infos wie nur möglich ins Web zu stellen?
Alleine der Begriff Social Networks klingt merkwürdig. Social Networks gab es schon immer, nur hießen diese früher Freunde oder – eigentlich auch ein furchtbares Wort – Clique. Nicht zu vergessen natürlich die eigene Familie.
Erschreckend: Statt real existierender Freunde sind es nun oft virtuelle Avatare, die das soziale Umfeld stellen. Kein Wunder also, dass viele Menschen sich selbst immer wichtiger nehmen und Egoismus langsam eine positive Eigenschaft zu werden scheint. Egoismus als soft skill.
Ist heute beliebt, wer viele MySpace-Kontakte hat?
Ist ein Chef ein Freund, nur weil er zu den Facebook-Kontakten gehört?
Ist es intelligent, wenn ich mein gesamtes Leben öffentlich ins Netz stelle?
Freut sich die Freundin, wenn auf flickr Bilder von der letzten feucht-fröhlichen Party auftauchen (bei der sie nicht dabei war, weil sie krank zu Hause lag)?
Fragen über Fragen…Trotzdem: Etwas weniger Social Networking via Inernet und etwas mehr reales Miteinander könnte sicher nicht schaden…
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Verfasst von jantarblog
August 20, 2008
Vor zehn Jahren hätte ich (Niedersachse!) nie gedacht, dass mir diese Worte mal über die Lippen kommen würden, aber hier sind sie: In Bayern zu leben hat viele Vorteile. Einer davon sind die vielen Feiertage. Jüngstes Beispiel: Mariä Himmelfahrt am Freitag vergangener Woche. Das Wetter gönnte uns an dem freien Tag einen ersten Vorgeschmack auf den Herbst – leider auf den Herbst in seiner unangenehmsten Form, nämlich verregnet und kalt. Aber so konnte man am Freitag ausschlafen und die Wohnung aufräumen, ohne dabei das Gefühl zu haben, etwas verpasst zu haben.
Und am Samstag musste man sich nur den Wecker auf 6h morgens stellen, sich im Halbschlaf unter die Dusche zu stellen und um 7h auf dem Weg nach Meran zu sein.
Meran bedeutet: Italien – nur 260 km entfernt, Sonne (fast immer), unglaublich leckeres Essen (z.B. Schlutzkrapfen), tolle Wanderwege (Panoramawege en masse) und eine Seilbahn, die einen nur wenige Meter oberhalb von Weinbergen nach Dorf Tirol bringt, von wo aus man einen fantastischen Blick auf Meran und die Alpen hat.
Nach einem Tag des Nur-Gut-Gehen-Lassens und einem Zwischenstopp in der wunderhübschen Altstadt von Sterzing (Pizza und Pasta gehören nun einmal zu einem Südtirol-Ausflug dazu) kamen wir dann kurz vor Mitternacht wieder zu Hause an.
Fazit: Meran ist immer eine Reise wert!
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