Liebes Tagebuch,
irgendwie hätte ich nicht gedacht, dass die viele Arbeit mich mal am Schreiben hindern würde. Aber ich muss jetzt immer so viel Text absondern, dass mein Hirn buchstäblich leer gesaugt ist. Meine Texte müssen nämlich immer ziemlich positiv sein, denn wenn ich die Wahrheit über die Software, die mir so tagtäglich über den Weg läuft, schreiben würde, würde ich sicher ordentlich Dresche bekommen. Aber manche Software ist auch wirklich gut. Die installiere ich dann auf meinem Rechner und wundere mich, dass dieser immer langsamer wird…
Aber wenn ich mal erwachsen bin, möchte ich auf jeden Fall ein glücklicher, nichtstuender Arbeitsloser werden – oder so was ähnliches…Vielleicht werde ich auch einfach Chef. Da muss man nix tun und darf allen sagen, dass sie doof sind.
Aber das darf ich ja auch. Weiss ja schließlich keiner, wer ich bin
Und weil ich gerade eine kleine Denkpause brauche, versuche ich mich mal an einem kleinen Stand-Up-Gedicht:
Das Jantar schwänzt die Arbeit - gerade
kratzt sich hingebungsvoll die Wade
Und denkt, nicht-denkend vor sich hin
Wie schön, dass ich bin, wie ich bin
Denn wäre ich nicht ich geworden
Würd ich heut vielleicht Menschen morden
Oder würd iTunes innig lieben
Wie schön, dass ich verschont geblieben
So bleib ich lieber, was ich war:
Das misantroph- und philanthropische Jantar