Zu viel Schnee

November 18, 2009

Neulich musste ich mich wieder mit jemandem herumstreiten, der meinte: „2006? Viel Schnee? Ne, das ist doch schon viel länger her.“

Weil ich nun einfach wusste, dass ich Recht habe, grundsätzlich gerne Recht habe und dann auch von anderen hören will, dass ich Recht habe, habe ich gerade meine Festplatte durchsucht und dieses Beweisfoto gefunden:

Ja, so sah (m)ein Balkon in München im März/April 2006 aus. In dem Jahr, in dem ich wirklich keinen Schnee mehr sehen konnte….


Pizza statt Weltuntergang

November 16, 2009

Ich weiß ja nicht, wo Ihr so wohnt, aber in München gibt es definitiv keine Wirtschaftskrise. Denn egal, was man in München in seiner Freizeit tun will: Ohne Reservierung läuft meist gar nichts. Dabei ist es egal, ob man nur schnell in einem der typischen Weggehviertel wie Glockenbachviertel, Haidhausen oder Schwabing ein Bier trinken gehen will: Hat man nicht reserviert, kann man meist draußen bleiben oder sich wie eine Ölsardine in die Ecke quetschen. Apropos: Nur schnell was trinken gehen, geht meist auch nicht, denn oft bekommt man nur einen Tisch, wenn man Umsatz bringt, d.h. etwas essen will.

Und natürlich kann man in München auch nicht mal einfach so ins Kino gehen. Auch dann nicht, wenn man schon zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn am Kinoschalter steht. Dabei war ich am Samstag so richtig schön auf Actionkino und Weltuntergang eingestellt. Und nachdem ich in letzter Zeit fast nur nette, ruhige Filme angeschaut habe (habe jetzt endlich den absolut genialen Film „Willkommen bei den Sch’tis“ auf DVD), wollte ich am Samstag unbedingt „2012″ im Kino sehen. Einen einzigen Sitzplatz hätte es noch gegeben.

Die böses Seite in  mir wollte gerade sagen: „Nehme ich“, aber die gute Seite flüsterte mir zu, dass es nicht nett ist, alleine ins Kino zu stürmen, wenn die Begleitung genau neben einem steht und so gab es statt „2012″ Pizza Diabolo in einer Pizzeria, wo man erstaunlicherweise ohne Reservierung einen Platz bekam. 

Aber trotzdem: Nie ist die Wirtschaftskrise da, wo man sie mal brauchen könnte…


Doppelnamen-Desaster

März 27, 2009

Aus aktuellem Anlass (Mail-Schreiberei!) ein kleines Pamphlet zum Thema Namen:

Den eigenen Namen kann man sich ja im Regelfall nicht aussuchen. Wer Glück hat, bekommt einen halbwegs passablen Vornamen, wer Pech hat bekommt viele davon und wer richtig Pech hat, muss sein Leben lang die Vornamen sämtlicher schon lange verblichener Verwandter väterlicherseits und mütterlicherseits mit sich mitschleppen.

Dass Menschen die Namen wie Elfriede, Theodora, Kunigunde, Rosamunde oder auch Alfred, Fürchtegott, Balthasar und Leopold im Perso stehen haben, keine glückliche Kindheit gehabt haben und sicher auch keine glücklichen Menschen werden können, versteht sich eigentlich von selbst.

Aber was ich überhaupt nicht verstehe: Warum es immer mehr Menschen gibt, die Spaß daran haben, sich ein möglichst grauenhaften Nachnamen zusammenzubasteln.

Warum es immer mehr von diesen Leutheusser-Schnarrenbergers oder Wieczorek-Zeuls gibt?

Wie muss man sich das Suchen nach dem Nachnamen des Grauens denn eigentlich vorstellen? Dass jemand, der schon einen umständlichen, seltsamen, langen Nachnamen hat, so lange sucht, bis er einen Menschen findet, auf den das ebenso zutrifft? Und diesen dann heiratet? Kleine Frage am Rande: Bekommt man bei einem Namen wie Leutheusser-Schnarrenberger eigentlich eine extragroße EC-Karte, damit der Name auch wirklich drauf passt?

Unter manchen Umständen kann ein Doppelname ja auch etwas lustiges sein. Wenn nämlich ein Herr oder eine Frau Meier einen Herrn oder Frau Mayer heiratet. Herr/Frau Meier-Mayer  oder auch Mayer-Meier fände ich ganz lustig. Oder wenn Müller und Meier sich zusammentäten. Herr/Frau Meier-Müller klingt ja schon fast wie Loriot. Ich kannte übrigens wirklich eine Frau namens Meyer, die einen Mann namens Müller geheiratet hat. Aber die beiden haben dann leider auf einen Doppelnamen verzichtet.

Wie dem auch sei: Meine lieben Mitmenschen, bitte seid bei der Namenswahl in Zukunft etwas behutsamer. Denn ich muss jeden Tag viele Mails schreiben, alle mit Anrede natürlich. Wenn Ihr nun alle nur noch Doppelnamen habt, werde ich im Laufe meines Lebens locker einen ganzen Tag mit dem Tippen Eurer Namen verschwendet haben. Das wollt Ihr doch sicher nicht???

Herzlichst,

Jantar-Blog


Gaga. Gagga. Gaa gaa.

Februar 16, 2009

Manchmal finde ich Werbung richtig interessant. Und bin ein bisschen neidisch auf kreative Köpfe, die so einprägsame Werbesprüche erdacht haben wie „Vorsprung durch Technik“ (Audi) oder „Waschmaschinen leben länger mit Calgon“ (ernsthaft: ich habe da wirklich den dazugehörigen Jingle im Ohr, wenn ich den Satz nur denke).

Wie gesagt: Manchmal bin neidisch auf die geistigen Ergüsse der kreativen Köpfe von Werbeagenturen. Manchmal frage ich mich aber auch, ob die guten Leute einfach nur einen an der Waffel haben oder manche Werbekonzepte das Ergebnis einer lustig durchzechten Nacht mit den Kollegen sind.

Beispiel: Die relativ neue Ültje-Werbung, in der es um Erdnüsse in drei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen geht. Wer in einer Großstadt wohnt, wird sicher schon eines der vielen Plakate gesehen haben, auf dem folgende Marketingschöpfung steht:

Honig.                      Honig.                      Honig.
Senfig.                     Würzig.                    Salzig.
Nag ich.                   Nag ich.                   Nag ich.

Man beachte, dass die Werbemacher für jede der drei Geschmacksrichtungen eine eigene Zeile entwickelt haben.

Der Spruch an sich wäre ja schon peinlich genug. Immerhin könnte da auch stehen: Gaga. Gagga. Gaa gaa. Würde einen ähnlichen Sinn ergeben.
Oberpeinlich wird das ganze dann dadurch, dass das Plakat von einem Mann geziert wird, der eigentlich ganz normal aussieht. Wenn da nicht die Hasenzähne wären, die ein findiger Grafiker unterhalb der Oberlippe angebracht hat.

Wer das Plakat nicht kennt, bitte hier klicken:
Nun mag das ja zu optimistisch sein, aber bisher hatte ich immer gedacht, dass Werbung eine Botschaft haben muss. Dem potenziellen Käufer zeigen, warum er Produkt XY unbedingt kaufen muss. Bei der Ültje-Werbung bin ich mir nicht sicher, was die Macher mir suggerieren wollen. Vielleicht dies: Dass ich beim Kauf von Ültje-Nüssen zum infantilen Riesennager mutiere? Dass Nüsse essen hässlich macht und den aktiven Wortschatz auf ein Mindestmaß schrumpfen lässt?

Ich glaube, ich verstehe die Werbung einfach nicht. Aber eins weiß ich genau: Wenn ich das bedauernswerte Gesicht auf dem Plakat wäre, würde ich mich bis zum Ende dieser Werbekampagne nicht mehr aus dem Haus trauen!


Ausverkauft!

Februar 10, 2009

Seit Monaten gibt es in den Medien nur ein Thema und das heißt: Wirtschaftskrise

Eigentlich ist die Schwarzseherei langsam eher langweilig, wären dann nicht zwischendurch diese Meldungen, die einen aufhorchen lassen. Beispielsweise die drohende Pleite der Firma Märklin

Ich bin zwar kein Eisenbahn-Freak, als Kind konnte ich mir aber dennoch stundenlang die Zeit mit den bunten Loks vertreiben.

Da gegen drohende Insolvenz von deutschen Traditionsfirmen nur ausgiebiges Shoppen hilft, kann ich jetzt also guten Gewissens in die Stadt auf Shopping-Tour gehen. Wenn man mich denn ließe…

Beispiel Schuhe: Das von mir favorisierte Paar gibt es in nahezu jeder Größe – auch in eher exotischen wie 36 oder 48. Nur in meiner superdurchschnittlichen Allerweltsgröße natürlich nicht. Bei den nächsten beiden Paaren genau dasselbe Phänomen. Da ich mir nun für kein Paar Schuhe der Welt meine Zehen abschneiden werde, verlasse ich irgendwann genervt den Laden. Klar, wenn ich einen Schuhladen hätte und Schuhe verkaufen würde, würde ich auch nur die Größen vorrätig, haben, die eh niemand braucht.

Beispiel Geschirr: Als ich mir das eigentlich viel zu teure Geschirr schließlich doch andrehen ließ, hatte ich letztendlich doch ein gutes Gefühl: Die Verkäuferin garantierte mir, dass ich jederzeit jedes beliebige Teil nachkaufen könne. Ich verstand: Qualität hat eben ihren Preis…

1 Jahr später: 1 Teller und eine Tasse haben die Abwaschorgie nicht überstanden, ich stehe wieder im Laden. Das Geschirr ist natürlich nicht vorrätig da, das muss bestellt werden. Da es gerade Lieferprobleme gebe, kann das aber dauern, mindestens 8 Wochen. Ich verstehe: Gut Ding will Weile haben…

Beispiel Bücheregal: Wenn die Bücher aus jedem verfügbaren Regal quillen, hilt nur ein: Ein neues Bücherregal muss her. Das Aussuchen und Bestellen ging schnell. Dass es dann noch ein halbes Jahr bis zur Lieferung gedauert hat, ist natürlich ein bedauerliches Versehen. So etwas ist noch nie vorgekommen, garantiert!

Nun gut, vielleicht habe ich nur persönliches Pech, vielleicht sind auch einfach immer nur die Sachen, die ich kaufen möchte, ausverkauft.

Obwohl: So ganz scheint das nicht zu stimmen. Denn beim Einkaufen im Supermarkt habe ich schon oft schmerzlich meine Lieblings-Pretzel-Snacks (kleine trockene Brezelstückchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen) vermisst. Und zwar die Sorte: Honey, Mustard & Onion. Die ekligen Sorten, die keiner will, gibt es dagegen en masse.

Jetzt habe ich gerade gesehen, dass es Parkverbot ganz genauso geht wie mir, nur dass er wohl oft noch die letzte Tüte erwischt, die mir – mangelns Größe – verwehrt bleibt.

Ich fordere deshalb: Pretzel-Snack Honey, Mustard & Onion für alle! Und ganz besonders für mich!

 


Wie schlage ich die Zeit im Büro tot,…

Februar 2, 2009

Ein putz- und einkaufintensives (und deshalb leider blogfreies) Wochenende ohne besondere Vorkommnisse liegt hinter mir.
Gefolgt von einem dieser furchtbaren Montage, an denen man sich fragt, warum man nicht einfach im Bett geblieben ist.
Völlig übermüdet sitze ich mit latenten Halsschmerzen vor meinem Monitor und hoffe, dass die Zeit schnell vergeht. Was sie aber nicht tut. Bis zum Mittag war ich sogar einigermaßen produktiv, aber im Moment möchte mein Kopf einfach nur gaaaanz langsam auf die Tastatur sinken….

Das lasse ich natürlich nicht zu! Stattdessen verrate ich Euch hier meine persönliche Top 10 von

Wie schlage ich die Zeit im Büro tot, ohne dabei unangenehm aufzufallen?

10) spiegel.de lesen (und heute feststellen, dass die Kollegen auch einen faulen Montag haben: Die Texte kenne ich jetzt langsam…)

9) Outlook-Kontakte überarbeiten (um festzustellen, dass man damit 5 Jahre eher hätte anfangen sollen)

8 ) Löcher in die Luft starren (ich kenne wirklich jemanden, der das tut)

7) ausgedehnte Telefonate mit Freunden und Verwandten führen und dabei mit konzentrierter Gesichtsmiene auf einem Block rumschmieren – sieht immer wichtig aus!

6) Mit einer gelben Stoffente von Pearl den Monitor putzen (ja, ich bekomme wirklich seltsame Werbegeschenke…)

5) Kollegen sagen, dass sie heute gar nicht gut aussehen (verwickelt einen für mindestens eine halbe Stunde in ein Gespräch, bei dem man die Macken und Schwachstellen seiner Kollegen so richtig kennen lernen kann)

4) Bei Amazon stöbern, was man sich alles kaufen könnte, wenn man mal Geld für sinnlose Verschwendungen hätte

3) Mit Google-Maps alle bisherigen Urlaubsziele und die geplanten der nächsten 50 Jahre anfliegen

2) Falsche Einträge in der Wikipedia suchen (oder schreiben – je nach Persönlichkeit)

1) Pappaufsteller mit dem eigenen Konterfei und Wackeldackel-Mechanismus auf den Bürostuhl drapieren und den Telefonhörer unters Kinn klemmen. Die so gewonnene Zeit lässt sich prima für eine ausgedehnte Shopping-Tour verwenden (aber Achtung: Beim Wiederkommen nicht mit den vollen Einkaufstaschen erwischen lassen!)


Nicht allein

Januar 28, 2009

Bisher dachte ich ja immer, ich wäre allein. Allein mit Kollegen, die einem kryptische Mails mit null Informationsgehalt zuschicken. Allein mit Kollegen-Mails, bei denen man nur mit Hilfe hellsehersicher Fähigkeiten dahinter kommt, was die eigentlich von einem wollen (obwohl meine Kollegen eigentlich ganz nett sind).

Aber jetzt ist es vorbei dem mit den Gefühlen der Einsamkeit. Denn ich bin ja gar nicht allein! Dulsberg-Nord bekommt von seinen Kollegen ähnliche Mails wie ich. Mit vielen Wortneuschöpfungen (für Germanisten: Neologismen), fehlenden Satzzeichen und interessanten grammatikalischen Konstruktionen.

Notorische Pessimisten könnten daraus jetzt Folgendes schließen: Dulsberg-Nord und ich haben dieselben Kollegen. Aber ich habe endlich erkannt: Ich bin NICHT ALLEIN!


Bürokratischer Montag

Januar 26, 2009

Ich habe heute Urlaub. Einen ganzen Tag lang. Draußen ist perfektes Wetter, blauer Himmel und Sonnenschein. Und was mache ich??? Sortiere Rechnungen, Versicherungskrams und andere interessante Papiere die meine Postablagen zum Überquellen bringen. Vielleicht hätte ich den ganzen Sch… besser nicht 1 ganzes Jahr nur in die Ablagen werfen sollen…!

Wenn es wenigsten ein bisschen regnen würde. Aber so werde ich das Gefühl nicht los, dass ich gerade was ganz Entscheidendes verpasse. Zum Beispiel einen Tage währenden Muskelkater, weil ich normalerweise den heutigen Tag für eine Bergtour, Skifahren oder stundenlanges Joggen genutzt hätte. Und dabei vor lauter Freude über den Urlaub das Aufhören vergessen hätte. Gut, so muss ich morgen wenigstens nicht in die Arbeit humpeln, sondern kann ganz entspannt gehen. Hat ja auch seine Vorteile.

Das Fiese ist nur, dass es mit dem Sortieren und Abheften von den Papierbergen ja nicht getan ist. Das ist quasi nur die Vorbereitung für die wirklich fiese Arbeit:

Die Lohnsteuererklärung für 2006, 2007 und 2008! Ja, auch die hätte ich vielleicht schon etwas früher machen sollen…

Trotzdem: Ernstgemeintes Mitleid nehme ich gerne entgegen :-)


Schenken Sie Ihrer Frau Blumen!

Januar 20, 2009

Bei Werbung scheiden sich oft die Geister. Was für die einen cool und witzig ist, ruft bei den anderen nur ein müdes Gähnen hervor. Aber Werbung muss ja auch nicht allen gefallen, wichtig ist den Werbetreibenden nur, dass ihre Werbe-Kampagne auch die wichtige Zielgruppe trifft.

Richtig putzig wird Werbung in ländlicheren Gegenden, wenn nicht Jung van Matt oder andere kreative Köpfe dahinter stecken, sondern der Chef selbst zum Stift greift.

Nicht selten gibt es dann Ergebnisse wie

  • Schilder mit der Aufschrift „Futtern wie bei Muttern“ (sieht besonders auf einem Imbisswagen sehr deplatziert aus)
  • ein lachendes Schwein auf einem Metzgerei-Fenster, das gut gelaunt verkündet: „Hier bin ich Schwein, hier darf ich sein!“ (ich glaube einfach nicht, dass ein Schwein beim Metzger Spaß hat!)
  • Eckkneipen, die mit lustigen lausigen Reimen auf Kundenfang gehen: „Komm rein und trink ein Bier oder auch zwei oder drei oder vier…“ (Aua!)

Richtig gelungen finde ich dagegen die Werbung eines Blumenladens, an dem ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vorbeikomme. Dieser wirbt mit:
„Schenken Sie Ihrer Frau Blumen, bevor es ein anderer tut!“

Ein Satz so einfach wie nahe liegend. Ein Satz, der von so ziemlich jedem Geschäft in leicht veränderter Form übernommen werden kann. Der Autohändler könnte werben mit „Schenken Sie Ihrer Frau ein Auto, bevor es ein anderer tut!“, beim Juwelier könnte ich mir den Satz „Schenken Sie Ihrer Frau einen 2-Karäter, bevor es ein anderer tut!“ gut vorstellen.

Okay, manche Betriebe sollten vielleicht doch von diesem Satz Abstand nehmen. Ein Beerdigungsunternehmen, das mit den Worten wirbt:

„Töten Sie Ihre Frau, bevor es ein anderer tut“, wäre dann doch etwas gewagt…


König von Deutschland

Dezember 18, 2008

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, da wird es Zeit, das Jahr 2008 noch einmal Revue passieren zu lassen. Hier als erstes ein wichtiger Tipp für alle, die hin und wieder Horoskope lesen: Glaubt bloß kein Wort, von dem, was Ihr da lest: Mein Horoskop prophezeite mir für 2008 ein echtes Wahnsinnsjahr und jetzt, wo es fast vorbei ist, ist mein Fazit für 2008: Na ja! Es war ein echtes Jahr voller „na ja, geht so.“

Denn:

  • Keine Spur von der vorhergesagten dicken Gehaltserhöhung ;-) Hätte ich meinem Horoskop vertraut, hätte ich 2008 eigentlich gar nichts mehr arbeiten müssen und hätte dafür trotzdem viel mehr Geld als im letzten Jahr bekommen. Stattdessen entpuppte sich das Jahr 2008 immer mehr als Horrorjahr eines jeden Redakteurs und Journalisten. Wer bisher noch geglaubt hatte, dass es keine Zeitschriftenkrise gebe, wurde spätestens in den letzten Wochen eines besseren belehrt. Innovation und Neuerungen? Eher Fehlanzeige.
  • Keine Spur von einem Hund oder einer Blockhütte in den Bergen! Dabei hieß es doch, 2008 würden sich alle meine Wünsche erfüllen…
  • Keine Spur von aufregenden Ereignissen, die das Leben positiv beeinflussen. – Das soll jetzt nicht heißen, dass 2008 stinklangweilig oder todtraurig war, aber so richtig verändert hat sich in meinem Leben im letzten Jahr auch nichts. Es war alles eben so na ja, das heißt: Es hätte deutlich schlimmer, aber auch deutlich besser sein können.

Nachdem ich also 2008 weder einen Nobelpreis oder eine andere wichtige Auszeichnung bekommen habe, nachdem ich zwei Wochen vor Jahresende feststellen muss, dass 2008 wohl ein eher durchschnittliches Jahr war, bleibt mir nun das ganze nächste, übernächste, überübernächste etc. Jahr, um alles nachzuholen.

Übrigens: Mein Horoskop für 2009 sieht fantastisch aus. Wenn die Hälfte der Ankündigungen eintrifft, werde ich das neue Staatsoberhaupt von Deutschland, finde einen Impfstoff gegen AIDS und eine Lösung, wie man den gesamten afrikanischen Kontinent vor Hungerkatastrophen bewahrt – mindestens…!