Dosenbier

Ich mag eigentlich kein Bier aus der Dose. Denn ich bilde mir immer ein, dass das Bier schal und nach Blech schmeckt.

Aber seit es nach Einführung des Einwegpfands kaum noch Dosenbier zu kaufen gibt, habe ich die breite Auswahl der Getränkedosen im Regal immer vermisst.

Was waren das noch für schöne Zeiten, als man sich für 39 Pfennig eine Dose Hansa-Pils kaufen konnte? Natürlich hat Hansa-Pils auch vor 15 Jahren nicht geschmeckt. Aber dafür konnte man sich mit der Bierdose in der Hand wie ein kleiner Revoluzzer fühlen. Denn welcher Oma standen nicht die Haare zu Berge wenn wir Schüler mit dem guten Hansa-Pils im Park rumlümmelten und einen auf cool machten. Nur unsere Eltern durften davon nichts wissen…

Und heute? Wird man als Klima-Killer und Erd-Zerstörer beschimpft, wenn man auch nur daran denkt, ein Dosenbier zu kaufen.

Aber vor zwei Wochen habe ich Greenpeace & Co. ein Schnippchen geschlagen!

Ich war nämlich in den USA. Und habe mir einen Sixpack Bier gekauft. Den gab’s da. Einfach so. Denn von Einwegpfand haben die Amis noch nie was gehört. Wie auch? Die sind ja nicht in der EU.

Eingepackt in einer brauen Papiertüte (die Amis kennen da keinen Spaß) habe ich meinen Schatz schnell ins Hotel gebracht. Um dort beim Öffnen der ersten Dose festzustellen,

dass ich eigentlich kein Bier aus der Dose mag.

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