Windows XP stirbt

Drehen wir die Zeiger der Zeit ein paar Jahre zurück:

Nachdem ich jahrelang Zeit hatte, mich an diverse Bluescreens und die temporäre Arbeitsverweigerung der diversen Windows-Versionen zu gewöhnen, gab es plötzlich ein Betriebssystem, dass mir ein relativ gutes Auskommen mit meinem PC bescherte: Windows 98 SE.

Endlich konnte man auch als Nicht-PC-Nerd den Rechner bedienen, und meistens tat die graue Klapperkiste unter dem Schreibtisch sogar das, was ich wollte.

Windows 2000 und ME ließ ich unbeeindruckt an mir vorübergehen, bis dann Windows XP im Jahr 2001 an den Start ging. Ich beschloss, auch dieses Betriebssystem nicht weiter zu beachten, was aber arbeitstechnisch leider nicht ging.

Das war die Geburt der zweiten Partition auf meinem Arbeitsrechner. Windows 98 SE für alle wichtigen Dinge, XP zum Testen und Nörgeln. Auf meinem Heim-PC kam der Kram natürlich nicht. Denn ich war fest entschlossen, XP nicht zu mögen. Alleine schon der Name verhieß nichts Gutes. Da konnte Microsoft hundert Mal erklären, das XP für eXPerience = Erfahrung stand, ich wahr mir sicher, das XP nur eXPired = abgelaufen bedeuten konnte.

Mit der Zeit gewöhnte ich mich erstaunlicherweise an XP. Sogar mit Luna konnte ich leben, obwohl die Oberfläche anfangs für mich das größte K.O.-Kriterium für einen Wechsel gewesen war.

Und dann kam der Tag, an dem ich 98SE auf meinem Rechner tötete und allen begeistert erzählte, was für ein tolles und stabiles Betriebssystem Windows XP sei. Naja, um ehrlich zu sein, war ich nicht ganz so euphorisch, denn Euphorie und Microsoft schließen sich einfach aus. Trotzdem: Ich konnte mit XP einigermaßen gut arbeiten, viele Jahre lang.

Dann kam Anfang 2007 Windows Vista. Und erneut ging es mir wie bei Windows XP. Nur gibt es hier eine Ausnahme: Ich arbeite jetzt seit fast 1,5 Jahren mit dem Betriebssystem, habe sogar ein Notebook, auf dem nur Vista läuft (für einen Core 2 Duo mit 2,5 GHz läuft alles echt schleppend) und würde trotzdem jedem Freund und Bekannten raten: bleibt bei XP. Vista ist nicht schlecht und sicherer als XP wahrscheinlich auch, aber Vista nervt.

Und was macht Microsoft? Tötet XP!

Gestern Abend verkündete Microsoft das Verkaufsende von Windows XP. Am 30. Juni verkauft der Software-Riese Windows XP das letzte Mal an Einzelhändler und Hardware-Hersteller. Folgender Satz aus der offiziellen Pressemitteilung gefällt mir dabei am besten: (…) Dies [der Verkauf] entspricht den Vorgaben zum Lebenszyklus der Windows-Betriebssysteme, die Kunden eine höhere Planungssicherheit bieten.

Aha, so kann man das natürlich auch nennen! Scheint aber eher so, als hätte sich Microsoft hier um einiges verplant. Trotzdem werde ich mich wohl irgendwie an die quietschbunte Vista-Welt gewöhnen müssen, die so unerfolgeich versucht, die Apple-Welt nachzuahmen.

Ich freu mich auf Windows 7…

…oder installier vielleicht doch mal Ubuntu.

Advertisements

One Response to Windows XP stirbt

  1. Bill sagt:

    Vista is much better, then you may think! I love my Vista, now running on a brand new PC. And i am shure, that everybody can aford a new powerful PC-System every year. Forget about this Ubuntu-Crap, impress your friends, family and neighbors today with a new Vista-PC!

    With Greetings from Redmond
    Bill

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: