Rettende Wolle

Worte können ja bekanntlich töten. Und ich habe einen Kollegen, der sich genau das zum Ziel gesetzt hat: Er versucht, mich tot zu labern.

Weniger bis gar nicht durch pointierte Rede, sondern mit Hilfe der größtmöglichen Anzahl von Worten in der allerkürzesten Spanne von Zeit.

Wie mit einem Schnellfeuergewehr schießen die Worte gegen mein Trommelfell.

Entkommen unmöglich!

Was er erzählt? Gute Frage…Von Orten, die er nie besucht hat, von Freunden, die er nicht hat, von seinen Erlebnissen, die andere für ihn erlebt haben.

Ich glaube, ich gehe heute in den Keller und suche nach meinen Ohrwärm-Mützen (s. unten). Lieber sehe ich seltsam aus und schwitze mir bei hochsommerlichen Temperaturen in der Arbeit einen ab, als diesem sinnlosen Geschwätz noch länger zuzuhören.

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One Response to Rettende Wolle

  1. frogeater sagt:

    Ja ja, diese Art von Kollegen kenn ich auch. Als hätten sie 20 Jahre lang allein im Wald gelebt, ohne Kontakt zur Zivilisation, ohne Fernsehn, Radio oder Telefon. Und dann versuchen sie alles in den 20 Minuten gemeinsamer Bahnfahrt verbal nachzuholen, was sie die letzten 20 Jahre versäumt haben. Ich guck schon immer heimlich am Bahnsteig, ob ich den Kollegen sehe und dann wo anders einsteige, auch wenn ich mir dabei gemein vorkomme. Aber vielleicht bin ich ja auch ein Misanthrop…

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