Alles nur noch Baustelle oder was?

In der letzten Woche bin ich kaum zum Schreiben gekommen, denn ich hatte ein paar Tage Urlaub, die ich mit Radfahren (davon später mehr) und einem Besuch bei meinen Eltern verbracht habe.

Ziel: Ein Ort in Niedersachen, 620 km von München entfernt. Leider hatte ich erst am Donnerstag vergangener Woche gelesen, dass das letzte Juli-Wochenende das schlimmste Stau-Wochenende des Jahres werden würde.

Und so saß ich dann am Freitag um circa 16 Uhr unverdrossen und optimistisch im Auto. Nachdem ich für die 620-km-Strecke im Winter schon einmal 18,5 Stunden gebraucht hatte, war mir eines klar: Länger konnte man für die Strecke einfach nicht brauchen.

Um 18h stand ich auf der Autobahn im Stau. Leider immer noch im Großraum München. Um 19h lag Nürnberg noch weit vor mir. Dann ging es teilweise schleppend, teilweise zügig weiter.

Um 19.30h, 20h, 20.16h, 20.38h, 21.00h, 21.42h etc. testeten andere Verkehrsteilnehmer meine Reaktionsfähigkeit. Und ich kann nur sagen: Hey, ist doch echt kein Problem, bei schnellem Tempo mal eben auf 80 abzubremsen. Ich liebe Mittelspur-Schleicher und alle, die bei Tempo 80 bis 100 auf die linke Spur wechseln, ohne nach hinten zu gucken. Da bedanke ich mich dann auch gerne einmal mit freundlichem Aufblenden der Scheinwerfer und dem internationalen Zeichen für Frieden und Völkerverständigung…

Wenn ich mich nicht über andere Autofahrer ärgerte, stand ich im Stau. Es ist einfach unglaublich, wie viele Autobahn-Baustellen es genau zur Hauptferienzeit gibt. Einen interessanten Überblick über alle Baustelle auf deutschen Autobahnen gibt’s übrigens hier.

Besonders gut gefallen haben mir die Baustellen auf der Rückfahrt. Da wird man nämlich erst auf 80 km runtergebremst, wundert sich, wo eigentlich die Baustelle ist, sieht, dass 80 km/h aufgehoben ist, gibt Gas und wenn man dann gerade wieder einigermaßen schnell ist, wird man wieder auf 80 km runtergebremst und die nächste Mini-Baustelle kommt. So macht Autofahren Spaß! Und die Umwelt freut sich sicher auch.

Auf jeden Fall konnte ich mich relativ gut in die Gefühlslage von Michael Douglas in dem Film Falling Down versetzen, als ich nach über 8 Stunden Fahrt um 0.15h endlich am Ziel war.

Idee: Einfach noch mehr Baustellen machen, dann kann bald niemand mehr irgendwohin fahren!

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