La lalalala la la lalalalala lala ist wieder da!

August 26, 2008

Der Tag fing gut an: Um 4.30h aufgewacht, (gefühlte) 500x im Bett rumgedreht, um 5:55h (genervt) aufgestanden, Joggingschuhe angezogen, festgestellt, dass es noch zu dunkel ist, um durch den Wald zu laufen, eine Viertelstunde gewartet, dann fast 30 Minuten gelaufen und erfreut über Überwindung des inneren Schweinehunds gewesen.

Nach Duschen und Kaffeetrinken fast wach mit dem Roller zur S-Bahn gefahren. Und kaum hatte ich den Helm abgenommen, tönte mir die vertraute Melodie des Schneewalzers entgegen.

Ich rannte die Stufen zur Unterführung runter und als ich um die Ecke bog, war jeder Zweifel verschwunden:

La lalalala la la lalalalala lala ist wieder da!

Und scheint die letzten Wochen leider  nicht für die Erweiterung Ihres Repertoires genutzt zu haben.

In altbekannter Manier malträtierte sie die Tasten der kleinen Heimorgel und in ebenso altbekannter Manier schmiss niemand etwas in den aufgestellten Hut. Ich gestehe: Ich leider auch nicht, weil ich nur rennend eine Chance hatte, meine Bahn zu erreichen.

Aber vielleicht ist sie ja morgen wieder da?


Ein Tag auf der Games Convention…

August 25, 2008

…das ist:

  • Um 4:15h aufstehen
  • um 6:20h in München HBF im Zug sitzen
  • um 7:???h kurz vor Ingolstadt endlich einschlafen
  • um 7:???h kurz hinter Ingolstadt von einer glockenhellen, kreischenden Kinderstimme geweckt werden
  • um 7:20h genervt jeden weiteren Schlafversuch aufgeben
  • um 7:40h umsteigen
  • mit vielen aufgeregten Kids im Zug nach Leipzig fahren
  • um 11:20h mit ca. 35-minütiger Verspätung in Leipzig ankommen
  • im Taxi auf die Messe fahren und trotzdem zu spät zum ersten Termin kommen
  • Schnittchen essen, Kaffee und Wasser trinken
  • viele Gespräche führen
  • im Business-Bereich bleiben
  • einmal den Business-Bereich verlassen und schauen, was in den Spielehallen los ist
  • feststellen, dass hier alles voll ist, während im Business-Bereich kaum jemand auf den Gängen zu sehen ist
  • vor den Menschenmassen in den Business-Bereich „retten“
  • übermüdet und aufgedreht wieder vom Taxi zum Leipziger HBF fahren lassen
  • einen Blick vom Bahnhof aus auf Leipzig werfen
  • um 18:16h Leipzig wieder verlassen
  • 4 1/2 Stunden in lesend-dösiger Stimmung im Zug verbringen
  • dann noch gut 20 Minuten S-Bahn fahren
  • mit dem Roller die letzten 2 Kilometer überwinden
  • um Mitternacht völlig fertig nach Hause kommen
  • am nächsten Tag völlig übermüdet in die Arbeit fahren

Datenkrake Google? Datenschleuder Mensch!

August 20, 2008

Interessant: Wenn ich mit Google Insights (Google-Dienst im Betastadium, der anzeigt, wie häufig in einem bestimmten Land/einer Region nach einem Begriff gesucht wird) folgende, aktuell häufig vorkommende Wörter vergleiche:

  • Datenschutz
  • Klimawandel
  • Benzinpreise

ergibt sich folgendes Bild: „Klimawandel“ erklomm nur zu Beginn des Jahres 2007 die Spitzenposition, ansonsten lagen meist die Begriffe „Datenschutz“ und „Benzinpreise“ vorne. Seit Anfang 2008 wird mit großem Abstand am meisten nach dem Wort „Benzinpreise“ gesucht, Datenschutz liegt auf Platz 2. Und obwohl es nicht mehr ganz so häufig wie noch im Jahr 2004 gesucht wird, zeigt sich, dass das Wort Datenschutz bei den Deutschen ein wichtiger Begriff ist.

Unbegreiflich: Wenn Google Insights Recht hat, warum findet dann alle Welt so ein Vergnügen daran, so viele persönliche Infos wie nur möglich ins Web zu stellen?

Alleine der Begriff Social Networks klingt merkwürdig. Social Networks gab es schon immer, nur hießen diese früher Freunde oder – eigentlich auch ein furchtbares Wort – Clique. Nicht zu vergessen natürlich die eigene Familie.

Erschreckend: Statt real existierender Freunde sind es nun oft virtuelle Avatare, die das soziale Umfeld stellen. Kein Wunder also, dass viele Menschen sich selbst immer wichtiger nehmen und Egoismus langsam eine positive Eigenschaft zu werden scheint. Egoismus als soft skill.

Ist heute beliebt, wer viele MySpace-Kontakte hat?

Ist ein Chef ein Freund, nur weil er zu den Facebook-Kontakten gehört?

Ist es intelligent, wenn ich mein gesamtes Leben öffentlich ins Netz stelle?

Freut sich die Freundin, wenn auf flickr Bilder von der letzten feucht-fröhlichen Party auftauchen (bei der sie nicht dabei war, weil sie krank zu Hause lag)?

Fragen über Fragen…Trotzdem: Etwas weniger Social Networking via Inernet und etwas mehr reales Miteinander könnte sicher nicht schaden…


Ein Tag in Meran

August 20, 2008

Vor zehn Jahren hätte ich (Niedersachse!) nie gedacht, dass mir diese Worte mal über die Lippen kommen würden, aber hier sind sie: In Bayern zu leben hat viele Vorteile. Einer davon sind die vielen Feiertage. Jüngstes Beispiel: Mariä Himmelfahrt am Freitag vergangener Woche. Das Wetter gönnte uns an dem freien Tag einen ersten Vorgeschmack auf den Herbst – leider auf den Herbst in seiner unangenehmsten Form, nämlich verregnet und kalt. Aber so konnte man am Freitag ausschlafen und die Wohnung aufräumen, ohne dabei das Gefühl zu haben, etwas verpasst zu haben.

Und am Samstag musste man sich nur den Wecker auf 6h morgens stellen, sich im Halbschlaf unter die Dusche zu stellen und um 7h auf dem Weg nach Meran zu sein.

Meran bedeutet: Italien – nur 260 km entfernt, Sonne (fast immer), unglaublich leckeres Essen (z.B. Schlutzkrapfen), tolle Wanderwege (Panoramawege en masse) und eine Seilbahn, die einen nur wenige Meter oberhalb von Weinbergen nach Dorf Tirol bringt, von wo aus man einen fantastischen Blick auf Meran und die Alpen hat.

Nach einem Tag des Nur-Gut-Gehen-Lassens und einem Zwischenstopp in der wunderhübschen Altstadt von Sterzing (Pizza und Pasta gehören nun einmal zu einem Südtirol-Ausflug dazu) kamen wir dann kurz vor Mitternacht wieder zu Hause an.

Fazit: Meran ist immer eine Reise wert!


Filling-Blog-With-Pulp-Writer

August 12, 2008

Wenn man ein wenig in der schönen neuen Community-Welt unterwegs ist, hat man ordentlich was zu lachen. Eine meiner Lieblingsplattformen ist zum Beispiel Xing.

Zum einen kann man es wirklich gut als aktuelle Kontaktdatenbank nutzen, zum anderen finde ich da immer wieder Stellenbeschreibungen, die mich nicht nur zum Schmunzeln bringen, sondern auch meine Fantasie beleben.

Hier meine Top-Favoriten:

1) Datenbank-Content-Administrator

Stellt Euch vor, Ihr wärt auf einer Party und jemand antwortet auf die obligatorische Frage nach dem Job mit diesem Wort. Was auf den ersten Blick mindestens so interessant wie Atomphysiker am Max-Planck-Institut klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung doch als echte Wortblase ohne Bedeutung.

Auch wenn das Wort Datenbank noch Ehrfurcht einflößend klingen mag: Das Wort „Content“ heißt nun einmal leider nichts anderes als Inhalt und ein Administrator ist jemand, der etwas verwaltet. Zu deutsch also: In diesem Job verwaltet jemand die Inhalte einer Datenbank.

Hm, das sollte doch eigentlich jede Sekretärin – oder wie es heute heißt: Assistenz – auch können.

Und sind wir dann nicht alle irgendwie Datenbank-Content-Administratoren? Wer hat zu Hause nicht eine Excel-Tabelle, in der er seine Videos oder Bücher aufgelistet hat? Na gut, Excel ist keine echte Datenbank-Anwendung, aber für alle Spitzfindigen unter Euch: Stellt Euch einfach vor, ich würde die Daten nach Access rüberkopieren.

2) Audience Manager / Community Manager

Ich gebe ja zu: das Wort Manager klingt auf jeden Fall immer wichtig. Die Frage ist nur: Was müssen denn die armen Mitarbeiter hier managen (übersetzt: lenken, führen, bewältigen, handhaben)? Wie verbringt man seinen Arbeitstag, wenn man ein Publikum, Zielgruppe (= audience) oder eine Gemeinschaft (=community) zu führen/lenken hat?

Darf man nach 1933 eine Tätigkeit wirklich so nennen, wenn man politisch korrekt sein will?

Was passiert, wenn die Gemeinschaft, das Publikum nicht geführt werden will?

Ist bei diesem Job eher eine dominante oder devote Grundhaltung von Vorteil?

Fragen, über Fragen. Ich finde Jobs, die man nicht in einem Satz erklären kann, gehören verboten!

3) Intellectual Property

Ja, das ist wirklich eine Job-Beschreibung, bei der ich nur staunen kann. Übersetzt heißt das ganze ja nur „Geistiges Eigentum“. Handelt es sich also bei dieser Spezies um die Hüter des Urheberrechtsgesetzes? Stecken hinter dieser schillernden Job-Beschreibung in Wahrheit nur gewöhnliche Juristen?

Auf jeden Fall hätte ich auch gerne einen Job, der unheimlich wichtig klingt und bei dem niemand erkennen kann, was ich eigentlich genau tue und kann. Dann kann nämlich auch kein Mensch überprüfen, ob ich auch wirklich das kann, wofür ich bezahlt werde.

Eine neue Berfsbezeichnung könnte etwa so aussehen: Filling-Blog-With-Pulp-Writer.

Klingt doch auch ganz spannend oder?

Kleine Bitte:

Falls Ihr jemanden kennt, der einen der oben genannten Berufe ausübt: Bitte mal posten, was man da zu tun hat. Besonders interessiert mich der Job Intellectual Property…