Warum ich das Dschungelcamp mag

Ich finde das RTL-Dschungelcamp gut. Keine Ironie! Denn wenn es das Format „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ nicht geben würde, würde es in Deutschland ungefähr 10 Hartz-4-Empfänger mehr geben. So dürfen eher unbekannte C-Promis 16 Tage Urlaub in Australien machen, RTL sich als barmherziger Samariter aufspielen, der einen Mini-Teil seiner Werbemillionen für bedürftigen Ex-Moderatoren/Knastis/Seifenoperndarsteller einsetzt und ich kann vor dem Fernseher sitzen und mich freuen, dass ich nicht ins Dschungelcamp muss.

Die Frage ist nur, wann findige Chefs endlich auf die Idee kommen, ungeliebte Mitarbeiter statt vor die Tür ins Dschungelcamp zu setzen. Für potenzielle Arbeitsverweigerer könnte gelten: „Arbeite schneller/besser oder du musst ins Dschungelcamp.“

Dschungelcamp ist nämlich alles andere als erholsam. Wer möchte freiwillig Schlafsack next to Schlafsack mit einer Hexe (= Ingrid van Bergen) liegen? Wer sich die fast aus dem Bikini fallenden Brüste von Lorenzo/Lorielle/Lotte ganz aus der Nähe ansehen? Oder Herrn Bond beim Duschen zugucken müssen?

Nein, da bin ich wirklich froh, dass ich kein Ex-Promi bin und ganz friedlich im kalten München bleiben kann. Und statt aufs Dschungelcamp zu schimpfen, gebe ich sogar offen zu, dass diese Nullinformations-Unterhaltung sogar ganz angenehm sein kann. Man muss beim Zusehen nicht das Gehirn einschalten und sich irgendetwas merken. Schon ist mir auch der Name des ersten Promis entfallen, der das Camp verlassen musste. Aber ich weiß, dass mich der Name irgendwie an eine italienische Brotspezialität erinnert hat.

Interessanterweise haben die Promis in der aktuellen 4.Staffel erstaunlich wenig Nervpotenzial – zumindest seit dem gestrigen Abgang von Peter Bond.
Giulia (ein Name, den man sich wirklich googeln muss!) Siegel wird immer zahmer, Lorenzo/Lorielle/Lotte flennt erstaunlicherweise auch nicht permanent und der Rest scheint seinen Tag auch nicht mit Lästern verbringen zu wollen.

Aber heute darf von mir aus gerne gelästert werden und zwar über Peter Bond.
Meine Meinung: Peter Bond sollte für immer vom deutschen Bildschirm verbannt werden, denn auch Trash-TV muss eine intellektuelle Grenze haben, die nicht unterschritten werden darf!

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2 Responses to Warum ich das Dschungelcamp mag

  1. ohneeinander sagt:

    Du schaust dir das wirklich an? Ich glaubs nicht 😉

  2. jantarblog sagt:

    Angucken wäre zu viel gesagt – Ich zappe gerne rein und surfe beim Zugucken. 60 Minuten am Stck würde ich das nicht aushalten… 😉 Aber in kleinen Dosen finde ich’s wirklich ganz unerhaltsam

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