Gaga. Gagga. Gaa gaa.

Manchmal finde ich Werbung richtig interessant. Und bin ein bisschen neidisch auf kreative Köpfe, die so einprägsame Werbesprüche erdacht haben wie „Vorsprung durch Technik“ (Audi) oder „Waschmaschinen leben länger mit Calgon“ (ernsthaft: ich habe da wirklich den dazugehörigen Jingle im Ohr, wenn ich den Satz nur denke).

Wie gesagt: Manchmal bin neidisch auf die geistigen Ergüsse der kreativen Köpfe von Werbeagenturen. Manchmal frage ich mich aber auch, ob die guten Leute einfach nur einen an der Waffel haben oder manche Werbekonzepte das Ergebnis einer lustig durchzechten Nacht mit den Kollegen sind.

Beispiel: Die relativ neue Ültje-Werbung, in der es um Erdnüsse in drei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen geht. Wer in einer Großstadt wohnt, wird sicher schon eines der vielen Plakate gesehen haben, auf dem folgende Marketingschöpfung steht:

Honig.                      Honig.                      Honig.
Senfig.                     Würzig.                    Salzig.
Nag ich.                   Nag ich.                   Nag ich.

Man beachte, dass die Werbemacher für jede der drei Geschmacksrichtungen eine eigene Zeile entwickelt haben.

Der Spruch an sich wäre ja schon peinlich genug. Immerhin könnte da auch stehen: Gaga. Gagga. Gaa gaa. Würde einen ähnlichen Sinn ergeben.
Oberpeinlich wird das ganze dann dadurch, dass das Plakat von einem Mann geziert wird, der eigentlich ganz normal aussieht. Wenn da nicht die Hasenzähne wären, die ein findiger Grafiker unterhalb der Oberlippe angebracht hat.

Wer das Plakat nicht kennt, bitte hier klicken:
Nun mag das ja zu optimistisch sein, aber bisher hatte ich immer gedacht, dass Werbung eine Botschaft haben muss. Dem potenziellen Käufer zeigen, warum er Produkt XY unbedingt kaufen muss. Bei der Ültje-Werbung bin ich mir nicht sicher, was die Macher mir suggerieren wollen. Vielleicht dies: Dass ich beim Kauf von Ültje-Nüssen zum infantilen Riesennager mutiere? Dass Nüsse essen hässlich macht und den aktiven Wortschatz auf ein Mindestmaß schrumpfen lässt?

Ich glaube, ich verstehe die Werbung einfach nicht. Aber eins weiß ich genau: Wenn ich das bedauernswerte Gesicht auf dem Plakat wäre, würde ich mich bis zum Ende dieser Werbekampagne nicht mehr aus dem Haus trauen!

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3 Responses to Gaga. Gagga. Gaa gaa.

  1. Suse sagt:

    Hihi, die Werbung kann ich noch gar nicht. Aber der Typ auf dem Plakat sieht aus wie „Ich bin jung ud brauchte das Geld.“

  2. Big M sagt:

    Mein Gott, ist das übel. Da hat wohl der Firmenchef das Marketing selbst in die Hand genommen, so wie bei Trigema, das war der Sportklamottenhersteller, der schon seit x-Jahren in Deutschland produziert (by the way sehr, sehr lobenswert) und in seiner TV-Spot den Schimpansen reden lässt. Das war gruselig!

  3. jantarblog sagt:

    An die Trigema-Werbung kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, auf mich hat sie dann wohl nicht gewirkt 😉

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