Poem for rain

Juni 23, 2009

Ich bin wirklich begeistert vom diesjährigen Sommer: Denn so habe ich einmal uneingeschränkt recht! Als ich Anfang April in den Urlaub gefahren bin, habe ich allen Leuten prophezeit, dass sie tolles Wetter haben werden. Und so war es dann auch. Als ich Ende April zurückkam, waren alle superbraun gebrannt – brauner als ich, obwohl ich in Südafrika war.

Da war mir eines klar: Der Sommer wird mies. Und bisher liege ich damit auch 100%ig richtig. Einem geht-so-Mai folgt nun ein echte-Frechheit-Juni. Heute habe ich in der Arbeit ernsthaft darüber nachgedacht, die Heizung anzumachen.

Aber vielleicht ist das mit dem miesen Wetter auch gar nicht so schlecht. In der Arbeit ist gerade höchste Chaos-Zeit und da ich momentan eigentlich immer für irgendein Meeting irgendeine Präsentation fertig machen muss, ist es eigentlich auch egal, ob draußen die Sonne scheint, es hagelt oder ein Tsnumai aus dem Nachbarteich die Gärten meiner Nachbarn überflutet.

Schlechtes Wetter kann man übrigens prima mit Musik-Hören überbücken. Ich höre gerade seit langer Zeit mal wieder Poems for Laila. Es gibt ja Bands, die man eine Zeitlang vergessen hat. Und wenn man sie dann wieder hört, findet man sie einfach genauso gut wie zu der Zeit, wo man sie von morgens bis abends gehört hat. Und stellt erstaunt fest, dass man den Text immer noch von A bis Z kann. Was beweist, dass das Sch…wetter doch für irgendwas gut ist.


PowerPoint als Kriegsvermeider

Juni 16, 2009

Ich habe wirklich lange nachgedacht. Nun bin mir einfach sicher: Ich hasse nichts mehr als PowerPoint-Präsentationen!

Zum einen ist PowerPoint das wahrscheinlich am schlechtesten zu bedienende Programm von Microsoft, zum anderen ist die Formatvorlage, die ich verwenden muss, eindeutig von einem Grafiker entworfen worden. Und zwar einem Grafiker, der vergessen hat, dass eine Präsentation nicht nur aus bunten Bildern besteht, sondern auch noch etwas Platz für Text vorhanden sein muss.

Aber das ist ja das generelle Problem bei 90% aller Präsentationen: Der Inhalt ist unwichtig, wichtig ist nur, dass es hübsch aussieht.

Hübsch aussehen tut bei mir leider noch nichts. Dabei sitze ich seit heute morgen an dieser xxx (Platz für ein Schimpfwort Deiner Wahl) Präsentation und versuche, meine Gedanken ins vorhandene Design reinzupressen. Form follows function…Wenn ich das alles in ein Word-Dokument geschrieben hätte, wäre ich nach einer halben Stunde fertig gewesen.

Ich stell mir gerade vor, wie das wohl gewesen wäre, wenn früher Kriege mit PowerPoint geplant worden wären: Wahrscheinlich wären uns dann viele Kriege erspart geblieben, denn bis der verantwortliche Minister/König etc. endlich sein Kriegsszenario dargestellt hätte, hätte sich niemand mehr an die potenzielle Kriegsursache erinnern können.

Eigentlich schade, dass Microsoft nicht ein paar tausend Jahre eher gegründet worden ist…


Neuer Rücken gesucht

Juni 15, 2009

Als der Rücken am Freitag leise vor sich hingeschmerzt hat, hielt ich noch den Besuch des Fitness-Studio am Mittwoch für die Ursache.  Deshalb habe ich mich gestern auch ganz tapfer auf mein Fahrad gesetzt und auf der Fahrt zum Bruckenfischer auch fast nicht gejammert. Okay: Mitradler könnten das eventuell anders in Erinnerung haben 😉

By the way: Fahrrad fahren in und um München ist einfach perfekt und aufgrund der vielen schönen Restaurants und Biergarten findet sich auch immer leicht ein Ziel, dass einen für den einen oder anderen Hügel oder auch mal Berg ausreichend belohnt.

Gestern war das Ziel also der Bruckenfischer, ein typisch bayerischer Landgastof mit Biergarten-Ambiente, der direkt an der Isar liegt, nur wenige Kilometer vom Kloster Schäftlarn entfernt.

Trotz Schnittlauchbrot und kaltem Wasser spürte ich aber gestern meinen Rücken mehr, als mir lieb war und freute mich gar nicht auf den Rückweg. Denn nach dem Bruckenfischer heißt es immer: Raus aus dem Isartal und das bedeuet in dem Fall 100 Höhenmeter am Stück (und ein demotivierendes Gefühl, wenn die Rennradler ganz locker an einem vorbeifahren). Irgendwann hatte ich es aber auch trotz Mountainbike geschafft.

Als ich nach einer Fahrt von fast 70 km und 365 Höhenmetern wieder zu Hause ankam entpuppte sich das Duschen als relativ schwierig. Als ich danach den Fehler machte, mich auf die Couch zu setzen, war das Aufstehen fast unmöglich. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ich sitze vor meinem Rechner, versuche mich möglichst wenig zu bewegen und den Kopf nicht zu drehen. Wahrscheinlich hat irgendein fieser Rückenwirbel selbst blockiert . Aber ich werde nicht nachgeben. Ich sitze das jetzt einfach aus, denn ich habe einfach keine Lust, beim Orthopäden stundenlang im Wartezimmer zu sitzen. Dass muss ja irgendwann wieder aufhören und wenn nicht, will ich gleich einen ganz NEUEN Rücken. Das muss doch möglich sein, hm???


Flug 447 oder Final Destination

Juni 12, 2009

So richtig gerne geflogen bin ich auch schon vor dem Unglücksflug 447 der Air France am Pfingstmontag nicht. Ich entdecke zwar  gerne fremde Länder, bin aber wirklich heilfroh, wenn die Maschine wieder sicher gelandet am Boden steht.

Heilfroh war wahrscheinlich am Pfingstmontag auch eine Rentnerin aus Südtirol, die zu spät am Flughafen war und den Flug 447 verpasst hatte.  Aber anscheinend gibt es wohl doch so etwas wie Schicksal, denn die Rentnerin lebte nur 10 Tage länger als die Passagiere der Unglücksmaschine und starb nun an einem Autounfall.  Meh Infos dazu gibt es hier.

Auch wenn ich damit sicher nicht alleine bin:  Das erinnert mich doch alles unweigerlich an den Film Final Destination. Im Teenie-Horrofilm Final Destination entgeht eine Gruppe Jugendlicher nur knapp einem Flugzeugabsturz. Aber da man den Tod nun einmal nicht austricksen kann, kommen trotzdem ale Personen im Laufe des Films zu Tode.

Wenn das Thema nicht so traurig wäre oder wir heute den 1. April hätten, würde ich wirklich misstrausich werden. Aber so glaube ich einmal mehr, dass wir eben doch nur in der Matrix leben…


Peinliche Presse oder das Marketing-Inferno

Juni 9, 2009

Zm Glück gehöre ich nicht zu den Menschen, die schon Nächte vor dem Launch eines neues Spiels nicht mehr schlafen können. Ich bin eher altmodisch: Brettspiele: JA, Spiele am PC: NEIN. Okay, manchmal lasse ich mich zu einer Partie auf der Playstation überreden: Singstar (weil ich da immer gewinne) oder Guitar Hero (wo ich nicht unbedingt gewinne…).

Auch auf die Gefahr hin, mitlesende Spieler zu beleidigen: Ich finde Hardcore-Gaming eher etwas befremdlich und kann mir schwer vorstellen, mir wegen einer weiteren Stufe in World of Warcraft die Nacht um die Ohren zu schlagen. Und das, obwohl ich zu Studizeiten selbst mal Rollenspiele gespielt habe (eine hochbegabte Druidin in Midgard).

Noch befremdlicher als Non-Stop-Zocken finde ich es allerdings, wenn ein so großer Anbieter wie Electronic Arts mit einer ausgesprochen dämlichen Marketing-Aktion auf ein neues Videospiel aufmerksam machen will. Der Videospielhersteller hat die Videospielmesse Electronic Entertainment Expo in Los Angeles dazu genutzt, eine Marketing-Agentur anzuheuern, die sich als christliche Fundamentalisten ausgegeben und gegen ein Spiel namens „Dante’s Inferno“ demonstriert haben. Mehr Infos dazu gibt es hier

Jetzt komme ich nicht aus dem Marketing-Bereich, aber irgendwie muss einem doch der gesunde Menschenverstand sagen, dass so eine Aktion immer schiefgehen muss und ziemlich schnell auffliegt. Aber vielleicht glaubt man bei Electronic Arts auch, dass peinliche Presse besser als gar keine Presse ist?

So, jetzt muss ich leider aufhören, muss noch zum Media Markt und „Dante’s Inferno“ kaufen…


Liebes Schicksal…

Juni 8, 2009

…irgendwie meinst Du es heute nicht gut mit mir. Dabei fing der Tag eigentlich ganz gut an. Ich war vor meinem Wecker wach, hab heute vormittag schon 2 Artikel geschrieben und hatte niemandem am Telefon, der mir eine Versicherung, ein neues Auto,  etwas, das mich nicht interessiert angeboten hat.

Doch dann…Wenn ich nicht so ein netter Mensch wäre, müsste ich heute glatt jemandem den Hals umdrehen. Für absolut schwachsinnige Fehler bei der Arbeit, die meinen Montag zu einem halben Katastrophentag gemacht haben. Aber das tut man ja nicht. Aber man darf sich das doch sicher virtuell ausmalen. Was man machen würde, wenn man weniger pazifistisch eingestellt wäre. Vielleicht würde ich besagter Person auch einfach nur gerne den Mund zunähen. Dann könnte sie weniger reden und sich dafür mehr auf die Arbeit konzentrieren.

Ihr findet, dass dieser Eintrag etwas sinnlos ist? Vielleicht – doch ich fühle mich schon deutlich besser 😉


Danke, Volkswagen!

Juni 4, 2009

Manchmal beschleicht mich der leise Verdacht, dass die Wirtschaftskrise zum Teil auch in der schlechten Qualität der produzierten Güter begründet liegt. Da wird billig und schlecht produziert, die angebotene Ware ist dann aber horrend teuer. Bestes Beispiel: Autos.

Vielleicht mag es ja etwas zu optimistisch sein, dass ich folgendes erwarte: Dass nämlich ein gut 2 Jahre alter VW Passat Kombi nicht plötzlich das Ruckeln anfängt, liegen bleibt und sich dann folgendes herausstellt: Kapitaler Motorschaden.

Seit gestern ist das Auto endlich wieder in Deutschland (also nach 1,5 Wochen!) und das Ergebnis übertrifft dann doch meine schlimmsten Befürchtungen. Kostenpunkt: weit über 5000 Euro für einen neuen Motor (von denen VW 70 % aus Kulanz übernimmt) plus ca. 12 Arbeitsstunden, die benötigt werden, um den Motor auszutauschen.

Ich bin wahrlich froh, dass das nicht mein Auto ist beziehungsweise das Auto sowieso ein Firmenwagen ist (aber auch nicht mein Firmenwagen). Trotzdem: Darf man von einem Auto, für dessen Kaufpreis man sicher auch eine 1-Zimmer-Wohnung bekommen würde, nicht eine etwas längere Lebensdauer erwarten? Warum soll man viel Geld für ein Auto ausgeben, wenn beispielsweise ein Dacia Logan einen auch ans Ziel bringt. Gut, ich bin jetzt kein Dacia-Logan-Fan, aber für das Geld, dass der Motorwechsel verschlingt, würde man wahrscheinlich einen niegelnagenneuen Logan bekommen.

Interessanterweise kenne ich mittlerweile mehrere Leute, die Probleme mit dem Passat haben, darunter auch mit so hochgetunten, teuren Modelle wie den Passat CC, für den Volkswagen mit diesen interessanten Parolen wirbt:

Pure Eleganz. Beeindruckende Sportlichkeit. Überzeugende Technologie. Kaum ein anderes Fahrzeug verkörpert diese Eigenschaften so authentisch wie der Passat CC…

Vielleicht sollte VW hinter „überzeugende Technologie“ noch Folgendes ergänzen: Erfreuliche Anfälligkeit für Motor- und Elektronikschäden.

Ich weiß auf jeden Fall genau, welches Auto ich mir momentan kaufen würde (wenn ich ganz plötzlich Geld für nutzlose Verschwendungen hätte): Den Fiat 500 als Cabrio. Man sagt zwar italienischen Autos immer nach, dass sie ständig in der Werkstatt stehen würden, aber das wäre ich dann ja irgendwie schon gewohnt…