Peinliche Presse oder das Marketing-Inferno

Zm Glück gehöre ich nicht zu den Menschen, die schon Nächte vor dem Launch eines neues Spiels nicht mehr schlafen können. Ich bin eher altmodisch: Brettspiele: JA, Spiele am PC: NEIN. Okay, manchmal lasse ich mich zu einer Partie auf der Playstation überreden: Singstar (weil ich da immer gewinne) oder Guitar Hero (wo ich nicht unbedingt gewinne…).

Auch auf die Gefahr hin, mitlesende Spieler zu beleidigen: Ich finde Hardcore-Gaming eher etwas befremdlich und kann mir schwer vorstellen, mir wegen einer weiteren Stufe in World of Warcraft die Nacht um die Ohren zu schlagen. Und das, obwohl ich zu Studizeiten selbst mal Rollenspiele gespielt habe (eine hochbegabte Druidin in Midgard).

Noch befremdlicher als Non-Stop-Zocken finde ich es allerdings, wenn ein so großer Anbieter wie Electronic Arts mit einer ausgesprochen dämlichen Marketing-Aktion auf ein neues Videospiel aufmerksam machen will. Der Videospielhersteller hat die Videospielmesse Electronic Entertainment Expo in Los Angeles dazu genutzt, eine Marketing-Agentur anzuheuern, die sich als christliche Fundamentalisten ausgegeben und gegen ein Spiel namens „Dante’s Inferno“ demonstriert haben. Mehr Infos dazu gibt es hier

Jetzt komme ich nicht aus dem Marketing-Bereich, aber irgendwie muss einem doch der gesunde Menschenverstand sagen, dass so eine Aktion immer schiefgehen muss und ziemlich schnell auffliegt. Aber vielleicht glaubt man bei Electronic Arts auch, dass peinliche Presse besser als gar keine Presse ist?

So, jetzt muss ich leider aufhören, muss noch zum Media Markt und „Dante’s Inferno“ kaufen…

Advertisements

5 Responses to Peinliche Presse oder das Marketing-Inferno

  1. Suse sagt:

    Schade, dass mich nie jemand fragt: Christliche Fundamentalisten hätte ich auch gerne gespielt ;-), obwohl ich sonst auch wenig Zeit mit Computerspielen verbringe.

  2. wortfetzen sagt:

    electronic arts ist einfach ein blöder laden: schlechte spiele zum unverschämt teuren preis. aber jetzt weiss ich endlich, warum die so teuer sind. damit die ihr geld in schwachsinnige marketing-aktivitäten stecken können!

  3. MikeM sagt:

    Wirklich peinlich. Die sollten lieber wieder mehr Geld in die Spiele-Entwicklung stecken und weniger ins Marketing. Wenn ein Spiel gut ist, wird es auch gekauft, egal, wie viel Werbegeld man da reinsteckt. Ich kaufe mir schon lange keine Spiele mehr, weil in letzter zeit sowieso alles buggy und Schrott ist!

  4. Big M sagt:

    Ich finde die Aktion eher amüsant. Es gab ja früher (oder auch noch heute in sozilistischen Ländern) bezahlte Klaköre, warum dann keine bezahlten Demonstranten?

    so long
    Big M

  5. jantarblog sagt:

    Naja, ich find’s trotzdem peinlich. Aber das zeigt irgendwie auch, dass es den Spiele-Herstellern wohl auch nicht gut geht…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: