Aus dem Leben eines Blackberry-Besitzers…

Wenn eine Firma ihrem Mitarbeiter zeigen will, dass er einige Wertschätzung genießt, spendiert sie ihm einen schicken Firmenwagen mit einer Tankkarte. Da kann Mitarbeiter XY dann kreuz und quer durch Deutschland fahren und muss nicht einen einzigen Cent für Benzin bezahlen.

Wenn eine Firma ihrem Mitarbeiter zeigen will, dass er zwar quasi unentbehrlich ist, aber für einen Firmenwagen kein Geld da ist, weil sich sonst die Vorstände ihren Alpina-getunten 7er BMW nicht mehr leisten können, stattet sie ihn mit einem Smartphone aus, dass er natürlich auch privat nutzen kann.  In den Besitz einen Smartphone können natürlich auch die Mitarbeiter gelangen, die entbehrlich sind, denen die Firma aber zeigen will, dass sie 24/7 zur Verfügung stehen sollen.

Ich hatte bis vor kurzem nur ein Firmenhandy. Was das jetzt für mich bedeutet, will ich gar nicht überlegen…vielleicht nur, dass meine Firma meinen Handyvertrag nicht kündigen wollte, damit ich ein Smartphone bekomme?

Egal, seit letzter Woche bin ich Besitzer eines Blackberrys Bold 9000. Und die Vorteile sind ungeheuer:

1) Ich kann den ganzen Spam, den ich morgens und abends bekomme, schon in der S-Bahn löschen

2) Ich kann auf dem Weg in die S-Bahn kleine Schulkinder neidisch machen, die auf ihren schrottigen Handy-Tastaturen versuchen, eine Mail zu schreiben

3) Ich kann abends noch bequem die Mails von meinem Chef lesen und mich dann die ganze Nacht darüber ärgern

4) Ich kann bis Mitternacht mit anderen Blackberry-Nutzern mailen und so zeigen, dass ich auch einen Blackberry habe und irgendwie wichtig bin

5) Da die Prügelquote in Münchner S-Bahnen ständig zunimmt: Ich kann in der S-Bahn „angry young man“ von mir ablenken und ihnen den Blackberry geben, damit sie nicht mich verprügeln

6) Ich kann stundenlang mit dem Scrollrad spielen und iPhone-Nutzer nur mitleidig angucken

Wenn man eine Woche lang einen Blackberry genutzt hat, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie das Leben ohne Blackberry war. Was habe ich früher gemacht, als ich noch nicht fünf Mal in der Minute meine Mails gecheckt habe? Okay, man wird ein bisschen zappeliger als früher, aber wer sagt denn, dass ADS nur was für Kinder ist?

Trotzdem würde ich meinen Blackberry gerne eintauschen. Gegen einen schicken Firmenwagen mit Tankkarte…

Advertisements

4 Responses to Aus dem Leben eines Blackberry-Besitzers…

  1. MikeM sagt:

    Jezt gibt es schon zu: Du willst viel viel lieber ein iPhone haben. Ein iPhone ist tausendmal cooler als ein Blackberry. Der ist doch nur was für alte Männer…. 😉

  2. Simon sagt:

    Mmmm….was soll ich sagen..das mit dem BB kenne ich..allerdings hat es bei uns nur für den 8310 gereicht…. 😦
    …aber dafür hab`ich ein schickes Firmenauto 😉

  3. jantarblog sagt:

    @MikeM: Nein, ich will kein iPhone. Ich will etwas mit einer richtigen Tastatur, ich will kein Display, auf dem Fingerabdrücke zu sehen sind. Aber: Geschenkt würde ich es schon nehmen 🙂

    @Simon: Dann habe ich die perfekte Lösung: Tausche Bold 9000 gegen Firmenwagen 😉 😉

  4. Simon sagt:

    Touche 🙂

    Aber auch Firmenwagen werden überbewertet…ich sage nur geldwerter Vorteil……1% des Brutto Listenpreis und zusätzlich 0,03% vom Brutto Listenpreis je Kilometer zw. Wohnung und Arbeitsplatz…da kommt am Monatesende ein ordentlicher Batzen Abzüge dazu….
    Und wer sackt das ganze ein? Eine der Regelungen im Steuerecht die ich nie verstehen werde (will)..mein Arbeitgeber stellt mir einen Wagen und der Staat kassier dafür Geld…tja….

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: