Marsupilami meets Exorzist

Februar 26, 2010

Da sitze ich nun, völlig relaxt am letzten Arbeitstag vor der CeBIT und warte darauf, das was passiert. Dass zum Beispiel Marsmenschheiten vor meiner gläsernen Bürotür auftauchen und mir einen superdupertolle Stelle in einem Nichts-Tun-Müssen-Büro auf dem Mars anbieten oder das Marsupilami lustig rülpsend vorbeigehopst kommt. Aber nichts passiert. Blöd, das. Spaß ist anders.

Vor lauter Langeweile bin ich schon fast versucht, mein Büro aufzuräumen. Aber: Nichts gibt’s! Schließlich ist heute nicht der 1. Januar und abgesehen davon: Gute Vorsätze habe ich schon seit Jahren nicht mehr…

Ich könnte in meinem Büro auch Szenen aus dem Film „Der Exorzist“ nachspielen. Bei einer Glasfront wäre es sicher spannend, wann jemand Hilfe holen würde. Hm, das würde wahrscheinlich dauern…

Natürlich ist nichts vom oben Geschriebenen wahr…Aber manche Firmen scheinen ernsthaft zu denken, dass ich kurz vor der CeBIT gähnend im Büro sitze und warte, dass es wieder Zeit ist, nach Hause zu gehen. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass es so kurz vor der Messe noch Firmen gibt, die unbedingt versuchen, mir einen CeBIT-Termin aufzuschwatzen? Oder fängt man heutzutage mit der Messeplanung erst am Tag davor an? Egal, meine CeBIT-Tage sind voll, meine ToDo-Liste für heute leider auch…


Synchronizität der Ereignisse, reloaded

Februar 25, 2010

Dass ich immer wieder von der erstaunlichen Synchronizität der Ereignisse heimgesucht werde, erstaunt mich mittlerweile kaum noch.

Gestern war es aber wieder einmal soweit. Vorgestern Abend habe ich noch schnell eine Woche Toskana für die erste Juniwoche gebucht, gestern konnte ich etwas von einer Ölpest in Italien lesen. Nun gut, die ist jetzt zum Glück noch ein gutes Stück von unserem Urlaubsort entfernt, aber trotzdem…

Ich bin aber auf jeden Fall schon gespannt, wie viel mir meine neuen Italienisch-Kenntnisse in Italien bringen werden. Pasta Napoli konnte ich auf jeden Fall schon beim letzten Italien Besuch bestellen und „due birre, per favore!“ kamen mir auch früher schon gut über die Lippen.

Aber nach 5 Monaten Italienisch-Kurs in der Volkshochschule, den ich zum Großteil sogar besucht habe, kann ich mich jetzt schon richtig gut vorstellen, sagen, was mir nicht gefällt (eine Eigenschaft, die Italiener an Deutschen ja immer sehr zu schätzen wissen…), im Restaurant mehr als Pizza und Pasta bestellen und sagen, dass ich aus München komme (falls das irgend einen Italiener interessieren sollte).

Tja, bin mal gespannt, was ich dann bis Juni noch alles sagen kann, denn nächste Woche startet, während ich im kalten Hannover bin, Kurs zwei. So langsam könnte man ja mal die wirklich wichtigen Sachen lernen, beispielsweise, welche Worte man benutzen soll, wenn einem ein Italiener die Vorfahrt nimmt („Stronzo“ ist ja nun doch etwas sehr abgedroschen) oder wie man fragt, ob es auch eine kürzere Schlange gibt, wenn man auf den schiefen Turm von Pisa will.


Eine Prise Hirn, bitte!

Februar 23, 2010

Wenn der Tag mit einem gut 3-stündigen Meeting startet, verspüre ich danach  immer das Bedürfnis, mich in mein Büro zu verkriechen und mich ganz alleine auf eine schöne, einsame Südseeinsel zu träumen. Auf jeden Fall an Tagen wie diesen, die mit Zahnschmerzen starten und mit Gliederschmerzen weitergehen (wahrscheinlich der Vorbote eines ganz fiesen Virus ;-)…

Auf jeden Fall waren die Zahnschmerzen, die erstaunlicherweise einen Zahn betrafen, der nach einer äußerst schmerzvollen Wurzelbehandlung eigentlich keinen Mucks mehr von sich geben dürfte, noch das positive Highlight des Vormittags.

Und wenn ein Tag schon schlecht beginnt, muss man sich Mühe geben, dass er auch schlecht weitergeht, denn wie soll man die Stimmung wieder nach oben wuchten, wenn sie eh schon im Keller ist? Außerdem muss es ja auch so Tage geben, an denen man Dinge erledigt, auf die man sonst einfach keine Lust hat. Als da wären:

  • Aktenvernichter füttern und sich überlegen, dass bei der Qualität des Aktenvernichters sich die Papierschnipsel auch ganz schnell wieder zusammenkleben lassen
  • Telefonhörer abnehmen und Cebit-Termine abwehren (mehr als 30-Minuten-Takt schaffe ich nicht…)
  • ToDo-Liste von vorletzter Woche abarbeiten
  • Mit der Anzeigenabteilung kommunizieren

Das ich nicht der größte Fan der Sales-Abteilung bin, habe ich ja schon ein paar Mal gesagt. Aber dass diese einem immer Mails schreiben, die durchaus daran zweifeln lassen, dass so etwas wie Schulbildung vorhanden ist, ist anstrengend. Mails wie

„Ja passt. Schicke mir Doch bitte einen Ourlkook terminanfrage dann können Wir die noch Offenen fragen klären und vieleicht fragst du dann gleich noch stefan ob er ebenfalls zeit hat den betrifft das eiegntlich auch“

tun mir beim Lesen und in den Augen weh. Ich bin ein großer Fan der Groß- und Kleinschreibung, auch gegen Kommata habe ich nichts, strukturieren diese doch auf wunderbare Weise einen Text. Außerdem gibt es dieses tolle Feature von Outlook, dass sich Rechtschreibprüfung nennt. Damit haben auch Legastheniker eine ganz kleine Chance, wenigstens ein paar Rechtschreibfehler vor dem Versenden einer Mail zu finden. Aber vielleicht ist das auch viel  zu viel Korinthenkackerei und

Jedär solltte ainphach so schraihbän dürffen, wieh ähr willl!


Schnee? – Ne!

Februar 18, 2010

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber so langsam geht mir das ewige Schnee-Einerlei auf den Keks. Und während ich völlig nichtdenkend auf der 17 (?) war, fielen mir folgende Verse ein, auf die Goethe (im Alter von 3 Jahren) sicher stolz gewesen wäre:

Seit Monaten liegt jetzt schon Schnee

Ich will nur eines sagen: Geh!

Geh fort! Geh weg! Und komm nicht wieder

Statt Schnee schein Sonne auf mich nieder!

Ich will des Frühlings sanfte Brisen

Will Gänseblümchen auf den Wiesen

Muss ich den Schnee noch länger seh’n

Ist’s bald um den Verstand gescheh’n

Drum Frühling mach Dich endlich breit

Lass enden Schnee und Winterzeit!


Satte Spieße

Februar 17, 2010

Unser Kantinenmensch ist eigentlich ein ganz netter Zeitgenosse. So einer von der Sorte, der keiner Fliege etwas zu Leide tut. Nur zur deutschen Sprache ist er gar nicht nett. Denn die malträtiert er wie nichts Gutes.  Für Germanisten springen dabei viele Neologismen heraus, für alle Nicht-Germanisten nur Wortneuschöpfungen…

Heute gibt es zum Beispiel exotische Satte Spieße. Das sind bestimmt die großen Brüder von den Saté-Spießen. Denn während Saté-Spieße ja alles andere als satt machen, ist das bei „Satte Spieße“ bestimmt anders. Vielleicht sehen die aber auch einfach nur so unappetitlich aus, dass man beim puren Anblick sofort satt ist…?

Als Beilage gibt es übrigens süß-sour Krem und Potato Wätjes. Hm, ja, das klingt doch ziemlich verheißungsvoll.  Ich glaube, ich frage mal nach, ob ich eine Buchstabensuppe als Vorspeise haben kann… 😉


Der Grinch

Februar 16, 2010

Normalerweise ist der Grinch grün. Und behaart. Und mag kein Weihnachten. Manchmal lebt der Grinch aber auch unmittelbar unter uns. Und das nicht nur zu Weihnachten. Der Grinch ist oft männlich, etwas über mittelalt und bisher von der Midlife-Crisis verschont geblieben, da er vergessen hat, eine Jugend zu haben.

Der Grinch von heute kämpft mit den noch spärlich verbliebenen Haaren und findet alle anderen erst einmal doof. Sich selbst hält der Grinch für den intellektuellsten Menschen der Welt. Und für individuell.

Wenn zum Beispiel im Sommer alle Menschen gut gelaunt bei Sonne im Biergarten sitzen, pflegt der Grinch seine individuelle schlechte Laune. Der Grinch glaubt, dass man ihn für sein Anderssein gern haben muss. Denn er verstellt sich nicht. Er ist wie er ist. Und das ist schlecht gelaunt.

Der Grinch wundert sich, dass er schon seit 500 Äonen von Jahren Single ist. Dabei sehnt er sich nach nichts mehr, als einen weiblichen Grinch zu finden, mit dem er seine Hobbys teilen kann. Denn schließlich kann man zu zweit viel besser schlechtgelaunt sein als alleine. Das ist das Leben des Grinch.

Und wenn er nicht gestorben ist, dann meckert er noch heute.


Bahnfahren macht Spass…

Februar 12, 2010

Wenn ich heute morgen in weiser Voraussicht nicht meine Wolfshaut-Jacke angezogen hätte, die etwas von einer Komfortzone bis minus 10 Grad verspricht, wäre meine Körpertemperatur wahrscheinlich immer noch 5 Grad unter normal. So sitze ich nur seit einer Stunde im Büro und versuche mit dem Zähenklappern wieder aufzuhören. Der Grund? Einmal mehr diese absolute unfähigen – PIEP PIEP PIEP PIEP (meine Erziehung verbietet mir, alle Worte, die mir gerade so im Kopf herumgehen, niederzuschreiben – Penner vom MVV (Münchner Verkehrsverbund).

Während ich die S-Bahn, die 3 Minuten zu früh (für mich, für die anderen wahrscheinlich 10 Minuten zu spät) kam, noch sehen konnte, erlebte ich dann einmal mehr das übliche Winterdebakel der S-Bahn. Nachdem die S-Bahn etwa zehn Minuten zu spät war, gab es die erste Durchsage, in der etwas von 5 Minuten Verspätung gesagt wurde. Hä???

Aus den 5 Minuten wurden dann 10, 15, 20. Irgendwann gab es einfach keine Durchsage mehr und 40 Minuten später kämpfte sich dann endlich mal wieder einen S-Bahn den Weg durchs verschneite Münchner Umland.

Schade eigentlich, meine gute Laune hatte gerade ihren Höhepunkt erreicht. ..Außerdem hatte ich der Bahn noch 5 Minuten Zeit gegeben, dann hätte ich beschlossen, dass heute ein guter Tag für Home-Office sei.

Und so sitze ich jetzt hier und hoffe, dass heute bei den Bahnverantwortlichen die Heizug ausfällt, der Kaffee nach Entkalker schmeckt und sie heute Abend auch öffentlich nach Hause müssen – aber bitte nicht mit meiner S-Bahn, ich will nicht schon wieder blöd rumstehen….