Persönliches Arschloch

Als ich mal wieder einen dieser Tage hatte, an denen mir ein Großteil meiner Mitmenschen tierisch und ein spezieller Mitmensch (= Kollege) unsagbar auf die Nerven gingen, sagte mir jemand, dem ich mit diesem „Mir gehen alle unendlich-astronomisch-nicht-mit-Worten-ausdrückbar auf den Keks“ wohl ein klein wenig lästig fiel, Folgendes:

„Jeder Mensch hat ein Persönliches Arschloch. Ein Arschloch, das nur für ihn auf der Welt zu sein scheint und keine andere Aufgabe hat, als unsagbar nervig zu sein. Wenn Du morgens aufstehst, begrüße in Gedanken schon einmal Dein personal asshole. Denn schließlich kann es nichts für seine Bestimmung und wäre bestimmt auch viel lieber ein ganz netter und umgänglicher Mensch.“

Ach, so einfach war das? Hm, wenn ich so drüber nachdenke, komme ich sicher auf mehr als ein P.A. (falls Kinder mitlesen, nehme ich ab jetzt nur noch die Abkürzung. Kinder: Dieses Wort bitte nicht benutzen!). Aber mein Persönlichstes A. ist ein Kollege, der leider in Hör- und Riechweite von mir sitzt. Das Problem: Er redet ständig, viel, laut. Wenn er nicht redet, isst er. Meistens Süßigkeiten, mittags gerne Fisch. Der Fisch ist erst dann gut, wenn er abartig stinkt. Da die Küche schräg gegenüber von meinem Büro liegt, freue ich mich über jeden Tag, an dem ich eine verschnupfte Nase habe. Dabei mag ich Fisch. Aber nur mein P.A. kommt auf die Idee, damit die die Kollegen einzunebeln.

Oder gibt es noch mehr P.A.s?

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9 Responses to Persönliches Arschloch

  1. parkverbot sagt:

    Die ganze Welt ist voller PAs. Sie sind überall. Eigentlich ist die ganze Welt ein einziger aus PAs bestehender Scheißeknödel…

    🙂

  2. Franzi sagt:

    Mein P.A. wohnt über mir und scheint jeden Morgen um 6.15h zehn Minuten Frühsport zu machen (ich tippe auf Seilspringen). Dann lieber stinkender Fisch 😉

  3. wortfetzen sagt:

    Fisch im Büro geht gar nicht. Wir hatten auch mal so einen Kollegen, aber der Chef hat ihm das ganz schnell abgewöhnt…
    Auf mein Persönliches Arschloch kann ich mich schwer festlegen, das wechselt ständig 😉

  4. jantarblog sagt:

    @parkverbot: Ach Du meine Güte..wirklich überall? ich muss weg….

    @Franzi: Da hilft nur eins: ein anderer Nachbar 😉

    @wortfetzen: Ja, geht mir auch so….

  5. MikeM sagt:

    Ich habe keins, bin lieber das P.A. für andere Leute 😉

  6. Franzi sagt:

    Ich glaube, der geht nicht freiwillig, der wohnt da schon seit über zehn Jahren. Aber vielleicht sollte ich ihm mal Fisch vor die Tür stellen… 😉

  7. Simon sagt:

    PA? Hatte ich heute…und nicht nur einen (eine)
    Manchmal denke ich das ich solche Leute anziehe..ich hoffe nicht das das an meinem Charakter liegt…
    Mein Tag war..wie vermutlich zu merken…voll für den A………. 😦

    Ach…doch ein positives…schön das hier wieder Leben ist 😉

  8. jantarblog sagt:

    Vielleicht sollte man es wie MikeM machen: Einfach anderen auf die Nerven gehen 😉

    @Simon: Danke, den letzten Satz lese ich doch gerne 🙂 Und ansonsten hilft nur: Begrüsse Deine P.A.s und stell Dir vor, dass sie nur für Dich ganz alleine da sind… 😉 Obwohl: das funktioniert bei mir leider auch eher schlecht…

  9. Simon sagt:

    Wenn ich mal die Ärzte bemühen bzw. zitieren darf:

    „Ich bin nur ein Mann, aber auch ich hab Gefühle,
    ich gebe gern zu, es sind nicht so viele.
    Wenn ich durchzählen müsste es sind ungefähr drei
    aber Wut und Hass sind dabei“

    Trifft in solchen Situationen voll und ganz zu…Toleranz, Verständnis und ähnlich vernunftbegabte Reaktionen fehlen mir in derlei Situationen manchmal völlig.. 😉

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