Unfreiwillige Spende an Menschen, die ich nicht mag

Das neue Jahr fing gut an. Denn da war ich noch im warmen Gran Canaria und konnte mich bei 23 bis 25 Grad wie ein typischer Touri in einem spießigen All-Inclusive-Urlaub freuen. Okay, All-Inclusive ist echt ein bisschen peinlich, aber dafür braucht man sich wirklich um gar nichts zu kümmern. Das Essen war gut, Getränke wurden stilvoll im Glas ausgeschenkt und dank eiserner Jantar-Disziplin 😉 war ich noch nicht mal Silvester betrunken.

Doch am 11. Januar konnte ich feststellen, dass es gar nicht so gut ist, braungebrannt in die Arbeit zu gehen, wenn alle anderen seit Tagen schlechtgelaunt mit den eisigen Temperaturen kämpfen. Für de nächsten Winterurlaub also besser Lichtschutzfaktor 50 statt 30 einpacken 😉

Aber so langsam habe ich die erste Nach-dem-Urlaub-Arbeitswelle hinter mich gebracht und nachdem ich in den letzten Tagen so zwischen 11 und 12 Stunden in der Arbeit zugebracht habe (ja, als Redakteur/Journalist) gibt es leider keine Zeiterfassung, habe ich mir gedacht, dass es das Schicksal doch eigentlich gut mir meinen müsste.

Fand das Schicksal aber nicht.

Als ich letzte Woche aus der U-Bahn ausgestiegen war und mir überlegte, ob ich den Morgen mit einer Breze (bayrisch für Laugenbrezel 😉 ) beginnen sollte, griff ich beim Griff nach dem Portemonnaie ins Leere. Normalerweise steckt das bei mir immer ganz tief in der Tasche, weil ich es potenziellen Taschendieben nicht so leicht machen will, aber an diesem Tag nicht. Was ich eher suboptimal fand. Aber ich brach nicht sofort in Panik aus, sondern hetzte erst mal ins Büro und leerte dann alle Jackentaschen, meine Tasche und fand – nichts.

Den Vormittag verbrachte ich mit Anrufen beim MVV (Münchner Verkehrsverbund), EC-/Visa-Karten sperren lassen (die Notfall-Hotline ist echt schlau: Nach 20 Minuten in der Warteschleife habe ich dann doch lieber direkt die Bank angerufen…), arbeiten und dem Überlegen, was so alles im Portemonnaie gesteckt hatte. War ja gar nicht so viel: EC-Karte, Visa-Karte, Personalausweis, Führerschein, Presseausweis, MVV-Abo,…

Außerdem war ich der Meinung, dass da auch mindestens eine Visitenkarte drinnen stecken müsste. Was dafür sprach, dass ich das Portemonnaie nicht verloren hatte, sondern es geklaut worden war. Denn sonst würde man ja eigentlich anrufen?

An einem Tag, an dem ich wirklich jeden Telefonanruf entgegennahm (!), klingelte gegen Mittag erneut das Telefon. Dieses Mal war wirklich jemand vom MVV am Telefon. Die gute Frau erklärte, dass mein Portemonnaie abgegeben worden sei, dieses auch viele Karten enthalte  („War auch Geld drin? Geld ist keines mehr drin…“).

Erstaunlicherweise hatte sie meine Telefonnummer aber nicht von der Visitenkarte abgelesen (es steckte wirklich eine drin, wie ich später feststellte), sondern im Internet nach mir gegoogelt. Also Ihr Lieben Zeitschriftenverleger, damit ist doch bewiesen, dass Google auch seine guten Seiten hat. Wenn ich vielleicht auch mal was an der Tatsache ändern sollte, dass meine Telefonnummer so einfach im Internet zu finden ist.

Auf jeden Fall bekam ich alle meine Karten wieder und bin nun eine Woche später auch wieder im Besitz von einer neuen EC-/Visa-Karten. Der Schaden: 80 Euro, die im Portemonnaie waren. Dass ich dem Dieb natürlich noch einen fiesen Magen-Darm-Virus oder ähnliches an den Hals wünsche, brauche ich ja nicht extra zu erwähnen oder…?

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One Response to Unfreiwillige Spende an Menschen, die ich nicht mag

  1. wortfetzen sagt:

    Du scheinst aber auch mehr als EIN Persönliches Arschloch zu haben…. 😉

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