Auf Augenhöhe mit Hubert Burda

Im grauen Alltag merkt man nicht, ob man für einen Großverlag oder einen kleinen Verlag arbeitet. Aber damit das Leben nicht gar zu eintönig ist, gibt es manchmal so Tage, an denen man seinen Verleger auch mal zu Gesicht bekommt. Beispielsweise, weil der Verleger Geburtstag hat. Wie an diesem 9. Februar. Wenn die Geburt dann vor genau 70 Jahren stattfand, feiert so ein Verleger seinen 70. natürlich ganz besonders opulent. Und bevor sich die Granden aus Politik, Wirtschaft und Film am Ende der Woche in die Münchner Residenz zum Feiern einfinden, darf heute die Münchner und Offenburger Belegschaft ihren Chef feiern.

Und so platzte das Fotostudio im Münchner Arabellapark (Sitz von Hubert Burda, München) heute Vormittag aus allen Nähten, als in dem viel zu kleinen Raum viele Mitarbeiter versuchten, einen Blick auf Hubert Burda himself und die „A-Mannschaft“ des Verlags  zu werfen. Moderiert von Focus-Chef Helmut Markwort lauschten all die, die einen Platz in den vielleicht 200 Mann fassenden Raum ergattert hatten. Der Rest wurde draußen über Monitore über das Geschehen informiert.

In 1,5 Stunden gab es ein erstaunlich kurzweiliges Programm. Hubert Burda wurde gefeiert, wobei sich auch die eine oder andere Spitze nicht überhören ließ, ein Chor aus 7 Burda-Chefredakteurinnen (u.a. von Bunte und Freundin) ließ durch ihr Ständchen erkennen, warum sie eben doch besser Journalistinnen als Sängerinnen geworden waren (wobei der Auftritt aber wirklich sehr lustig war) und sogar der Burda-Vorstand traute sich mit Frack und Zylinder mit einem Ständchen auf die Bühne. Interessanterweise übernahm den eher ernsthaften Part Thomas Gottschalk, der im Prinzip der einzige wirkliche Festredner war. Ehefrau Maria Furtwängler war natürlich auch anwesend.

Da stand ich nun drei bis fünf Meter neben den ganzen bekanten Menschen und fühlte mich ganz unbedeutend und klein. So wie man sich als un-V.I.P eben neben den ganzen V.I.P.s fühlt. Aber da ich mich gut unterhalten hatte, freute ich mich meines Jantarlebens und drängte mich, froh, dass das frühe Kommen mit einem guten Platz belohnt worden war, mit den anderen zum Ausgang.

Dann sah ich plötzlich, dass ich quasi neben Hubert Burda stand. Der erste Gedanke  war der der Flucht. Aber da hatte er sich auch schon weggedreht und wurde  von der Menge weggespült. Ich natürlich auch. Und plötlzich war er genau vor mir und drehte sich um. Und plötzlich stand ich auf Augenhöhe mit Burda. Im wahrsten Sinne des Wortes. Coolere Menschen als ich hätten wahrscheinlich in dem Moment gesagt: „Hallo, haben wir uns nicht schon mal gesehen?“

Aber so blöd das klingt: Man ist dann doch irgendwie aufgeregt. Und das, obwohl ich schon einige bekannte Persönlichkeiten in meinem Leben gesehen und getroffen habe. Also tat ich, was mir in dem Moment am logischsten erschien: Ihm die Hand schütteln und gratulieren.

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2 Responses to Auf Augenhöhe mit Hubert Burda

  1. Kartoffel sagt:

    Auf Augenhöhe mit Hubert Burda?
    Ich wusste gar nicht, dass der nur 1,50m groß ist.

  2. jantarblog sagt:

    Guter Versuch, aber ich sage jetzt trotzdem nicht, wie groß ich bin außer: Größer als 1,50 😉

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