Steuer statt Staatspleite

Mai 22, 2010

Ich werde alt. Fürchte ich. Nicht nur, das sich zu dem ersten grauen Haar, welches ich wirklich mit Interesse betrachtet habe, weitere gesellt haben. Nein, ich tue mittlerweile Dinge, die ich früher bis zum Sankt Nimmerleinstag liegengelassen habe, sofort.

So habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal in meinem Leben die Steuererklärung pünktlich abgegeben! Nachdem ich im letzten Jahr die Erklärungen von 2006, 2007 und 2008 abgegeben habe (erstaunlicherweise hatte ich nicht eine einzige Mahnung vom Finanzamt bekommen), war das in diesem Jahr eine schnelle Angelegenheit von 25 Minuten. Sollte ich wirklich die vom Steuerprogramm errechneten 540 Euro zurückbekommen, bin ich mit dem Stundenlohn auf jeden Fall mehr als zufrieden.

Jetzt hoffe ich nur, dass in diesem Jahr nicht der Staat meine Kohle will. Nicht, dass aus meinen zu viel gezahlten Steuern plötzlich ein aktiver Beitrag für ein Anti-Staatspleiten-Programm wird. Wäre ich König von Deutschland wäre das natürlich meine erste Amtshandlung: Erst mal alle Gelder einstecken und dann ganz billig eine griechische Insel mit 300-Tagen-Sonnengarantie kaufen. Manchmal komisch, dass noch niemand auf so was Naheliegendes gekommen ist….

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Maibock und nervende Kinder

Mai 20, 2010

Damit Ihr nicht denkt, ich wäre so faul, wie es den Anschein hat, hier das Versprechen, dass es mit meinen schreiberischen Aktivitäten auf Jantarblog bald wieder besser wird.

Aber momentan bin ich gefangen zwischen fiesem Bürokratismus und dem Versuch, eine Buchidee in Zeichen umzusetzen. Und das klappt sogar besser als gedacht. Wenn ich etwas weiter fortgeschritten bin, bin, werde ich hier 1-2 Probekapitel veröffentlichen.

Aber bis dahin bleibt mir nur über das zu schreiben, was mir so tagtäglich passiert und das ist mitunter erschreckend banal. Aber nichtsdestotrotz auch erschreckend nervig. Gestern hatte ich beispielsweise einen geschäftlichen Mittagstermin, der sich ganz furchtbar in die Länge zog, nämlich von 12.30h bis 16.00h. Okay, vielleicht war es nicht meine beste Idee, das Augustiner-Brauhaus in München als Treffpunkt vorzuschlagen. Aber Besuch von auswärts steht nun einmal auf typisch bayerischen Touri-Kram und da ich privat eigentlich nie dahin gehe, fühle ich mich dann auch immer ein wenig wie im Urlaub. Das Augustiner sollte sich auf jeden Fall eher als schlechte Idee erweisen, denn mein Besuch bestellte gleich zum Einstieg ein Maibock. Ich kam mir dann mit meiner Apfelschorle fast ein bisschen Weichei-mäßig vor. Nach weiteren zwei Maibock wurde dann die Kommunikation etwas anstrengend – für mich.

Irgendwie schaffte ich es dann, meinen Termin an der S-Bahn Richtung Hauptbahnhof abzusetzen. Ob er den richtigen Zug nach Stuttgart gefunden hat, habe ich allerdings noch nicht herausfinden können.

Auf der S-Bahn-Rückfahrt durfte ich dann noch live ein bockiges Kind erleben. Mal ehrlich, wenn ca. 5-jährige Kinder Worte wie „Ich bin sooo traurig“ oder „Ich bin soooo sauer auf dich“ in den Mund nehmen, haben sie entweder zu viel Super-Nanny geguckt oder sind auf dem besten Weg in Richtugn Psychotherapie.

Erstaunlich, dass die Eltern zu dem Geplärre nie was sagen. Denn warum muss ich ertragen, dass Eltern unfähig sind, ihre Sprösslinge zu erziehen?! So schwer ist es nicht, kleinen Menschen zu sagen, was erlaubt ist und was nicht. Und wenn das verbal nicht funktioniert, finde ich einen Klaps auf den Allerwertesten auch eine ganz gut Lösung. Aber anscheinend ist das heute ganz normal, dass Kinder nerven und Eltern das lustig/normal finden…