iPhone mit Wasserschaden

Februar 3, 2010

So, nach dem verbalen Ausrutscher von gestern (ja, nun steht das böse A-Wort in meinem Blog…) muss ich Euch heute doch mal von einem lustigen Ereignis erzählen. Leider habe ich die Geschichte nur erzählt bekommen und war nicht live dabei.

Hauptpersonen: Ein relativ neues iPhone und ein ca. 1 3/4 Jahre altes Mädchen.  Dieses kleine Mädchen ist schlau. Und mag die vielen bunten iPhone Apps, ganz besonders die Balloon App. Bei dieser App pustet der Nutzer in das iPhone, und bläst so Luftballons auf. Dann wird das iPhone geschüttelt und aus dem Ballon entstehen lustige, verknotete Tiere (Für die Jüngeren: Früher standen Kleinkünstler in der Innenstadt und haben das mit wenigen Handgriffen noch völlig manuell gemacht).

Auf jeden Fall ist das eine App, an der auch kleine Kinder Ihre Freude haben. Besagtes kleines Mädchen kann mit der App auch prima umgehen und das Auflasen der Luftballons ist auch kein Problem. Ein Problem ist nur, dass kleine Kinder manchmal ihre Gefühle noch nicht wirklich unter Kontrolle haben. Und so landet in einem Moment der größten Freude neben Luft auch Spucke im iPhone.

Tja und da zeigte sich dann, dass Apple eben doch nicht an alles gedacht hat. Wasserfest scheint es nicht zu sein, denn das iPhone ist hin, da die Spucke einen Wasserschaden ausgelöst hat.

Ich sage nur: Mit einem Blackberry wäre das nicht passiert…und sogar mein Garmin hat die erste Taufe gut überstanden.

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Frau Anal Meier

November 6, 2009

Jeden Tag tippe ich so einiges an Text und Mails. Kein Problem für mich, denn ich bin ein echter Schnelltipper, trotz eines komischen „Irgendwie-treff-ich-schon-die-Tasten“ Nichtsystems.

Gerade bei Mails sind meine Gedanken jedoch manchmal schneller als meine Finger tippen können. Das ist auch kein Problem für mich, denn schließlich nutze ich ja immer die in Outlook integrierte Rechtschreibprüfung, bevor ich eine Mail verschicke. Was mir heute fast eine mittelschwere Katastrophe eingebrockt hätte.

Schreiben wollte ich: „Richten Sie Anja xxx (den Nachnamen behalte ich lieber für mich) bitte viele Grüße aus.“ Und weil ich manchmal hektisch tippe wurde aus Anja ein Anaj. Ein ganz harmloser Buchstabendreher. Leider am Ende der Mail. Und weil zeitgleich jemand in mein Büro stürmte, drückte ich bei der Rechtschreibprüfung auf „Ändern“ statt „Einmal Ignorieren“. Zum Glück dann aber doch nicht auf Senden.

Denn ob Frau Anal xxx sich über diese Grüße gefreut hätten, wage ich zu bezweifeln…


Keine Party ist keine Party ist keine Party…

Oktober 21, 2009

Auch nach 1 ½ Dekaden in der Verlagswelt gibt es immer wieder Pressemitteilungen, die mich etwas verwirren.

Beispiel:  Diese hier von Microsoft, mit der „kurzen“ Bertreffzeile: „Einladung zur Markteinführung von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 in Hamburg und München“

Aha, dachte ich mir da Anfang Oktober: Endlich gibt es mal ein paar Infos zur Launch-Party von Windows 7. War ja die letzten Male immer ganz nett gewesen.

Beim Öffnen der Mail stockte ich dann jedoch. Party? Ja, das Wort Party gab es in der Mail auch. Aber nicht im heimischen München, sondern in Hamburg. Dass ein Großteil der IT-Presse in München sitzt, scheint Microsoft wenig zu interessieren. Dafür sitzt Computerbild in Hamburg. Und vielleicht findet es Microsoft auch sexier, trendige Journalisten von Spiegel & Co. auf dem Launch-Event zu haben, als die schlechtangezogene Computerpresse aus München.

Damit die Münchner nicht alle weinen müssen, weil bei den gestrichenen Reisebudgets auch Chefredakteure nicht nach Hamburg fahren dürfen, beglückt Microsoft die Münchner Verlagswelt ebenfalls mit einem Launch-Event. Und zwar morgen, um 11 Uhr morgens in Form einer Pressekonferenz auf der Nachfolger-Messe der Systems (die mit Abstand langweiligste Messe der Welt!), der dicuss & discover.

Wie sagt man in Bayern so schön: I glaub, i werd narrisch…


Aus dem Leben eines Blackberry-Besitzers…

Oktober 21, 2009

Wenn eine Firma ihrem Mitarbeiter zeigen will, dass er einige Wertschätzung genießt, spendiert sie ihm einen schicken Firmenwagen mit einer Tankkarte. Da kann Mitarbeiter XY dann kreuz und quer durch Deutschland fahren und muss nicht einen einzigen Cent für Benzin bezahlen.

Wenn eine Firma ihrem Mitarbeiter zeigen will, dass er zwar quasi unentbehrlich ist, aber für einen Firmenwagen kein Geld da ist, weil sich sonst die Vorstände ihren Alpina-getunten 7er BMW nicht mehr leisten können, stattet sie ihn mit einem Smartphone aus, dass er natürlich auch privat nutzen kann.  In den Besitz einen Smartphone können natürlich auch die Mitarbeiter gelangen, die entbehrlich sind, denen die Firma aber zeigen will, dass sie 24/7 zur Verfügung stehen sollen.

Ich hatte bis vor kurzem nur ein Firmenhandy. Was das jetzt für mich bedeutet, will ich gar nicht überlegen…vielleicht nur, dass meine Firma meinen Handyvertrag nicht kündigen wollte, damit ich ein Smartphone bekomme?

Egal, seit letzter Woche bin ich Besitzer eines Blackberrys Bold 9000. Und die Vorteile sind ungeheuer:

1) Ich kann den ganzen Spam, den ich morgens und abends bekomme, schon in der S-Bahn löschen

2) Ich kann auf dem Weg in die S-Bahn kleine Schulkinder neidisch machen, die auf ihren schrottigen Handy-Tastaturen versuchen, eine Mail zu schreiben

3) Ich kann abends noch bequem die Mails von meinem Chef lesen und mich dann die ganze Nacht darüber ärgern

4) Ich kann bis Mitternacht mit anderen Blackberry-Nutzern mailen und so zeigen, dass ich auch einen Blackberry habe und irgendwie wichtig bin

5) Da die Prügelquote in Münchner S-Bahnen ständig zunimmt: Ich kann in der S-Bahn „angry young man“ von mir ablenken und ihnen den Blackberry geben, damit sie nicht mich verprügeln

6) Ich kann stundenlang mit dem Scrollrad spielen und iPhone-Nutzer nur mitleidig angucken

Wenn man eine Woche lang einen Blackberry genutzt hat, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie das Leben ohne Blackberry war. Was habe ich früher gemacht, als ich noch nicht fünf Mal in der Minute meine Mails gecheckt habe? Okay, man wird ein bisschen zappeliger als früher, aber wer sagt denn, dass ADS nur was für Kinder ist?

Trotzdem würde ich meinen Blackberry gerne eintauschen. Gegen einen schicken Firmenwagen mit Tankkarte…


I don’t talk blablabla

Oktober 7, 2009

München wurde heute von einer höchst eindrucksvollen Persönlichkeit heim- , äh ich meine natürlich be-sucht. Steve Ballmer, CEO von Microsoft schlug gleich auf zwei Veranstaltungen die Werbetrommel für Microsofts neues Betriebssystems Windows 7.  Da man sich ja leider nicht zweiteilen kann, habe ich mich gegen die Tagesveranstaltung Joint Launch Roadshow entschieden und statt dessen eine 1-stündige Veranstaltung namens „Windows 7 im Unternehmen“ besucht, das auf dem BMW-Gelände stattfand.

BMW schickte seinen IT-Leiter (weil ich nett bin, nenne ich keine Namen) auf die Bühne , der dann im Gespräch mit Steve Ballmer vor allem durch sein etwas unbeholfenes Englisch auffiel. Wobei es sicher keinen Spaß macht, vor einer dreistelligen Anzahl an Journalisten auf englisch mit Steve Ballmer zu sprechen.

Ballmer war heute übrigens erstaunlich ruhig, aber seine Lieblingsredewendung scheint eindeutig diese zu sein: „I don’t tak blablabla….“ Meist folgte dann irgendetwas in der Richtung, das Windows 7 „faster, better & with higher performance“ die Anwender beglücken würde. Klang also doch alles eher nach blablabla…

Obwohl: Ganz Unrecht hat er ja nicht, Windows 7 macht eigentlich einen ganz guten Einruck auf mich. Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich mich nach  anfänglicher Todesverachtung und abgrundtiefer Apathie mittlerweile sogar mit Vista (abgefunden) angefreundet habe. Mit dem ganzen Apple-Hype kann ich dagegen wenig anfangen, das ist mir alles zu bunt, zu teuer, zu trendy. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu alt dafür…???

Das Highlight der heutigen Presserkonferenz war auf jeden Fall der Microsoft-CEO. Steve Ballmer live zu erleben ist schon ganz unterhaltsam. Ansonsten ähnelte der Event eher eine Werbeveranstaltung. Hätte jemand versucht, mir eine Heizdecke oder ein Kochtopf-Set zu verkaufen, wäre ich auch nicht sehr überrascht gewesen…

Habe gerade gesehen, dass ein Kollege schon ein Video von der Pressekonferenz bei YouTube reingestellt hat. Hier könnt Ihr Steve live on stage erleben.


PowerPoint als Kriegsvermeider

Juni 16, 2009

Ich habe wirklich lange nachgedacht. Nun bin mir einfach sicher: Ich hasse nichts mehr als PowerPoint-Präsentationen!

Zum einen ist PowerPoint das wahrscheinlich am schlechtesten zu bedienende Programm von Microsoft, zum anderen ist die Formatvorlage, die ich verwenden muss, eindeutig von einem Grafiker entworfen worden. Und zwar einem Grafiker, der vergessen hat, dass eine Präsentation nicht nur aus bunten Bildern besteht, sondern auch noch etwas Platz für Text vorhanden sein muss.

Aber das ist ja das generelle Problem bei 90% aller Präsentationen: Der Inhalt ist unwichtig, wichtig ist nur, dass es hübsch aussieht.

Hübsch aussehen tut bei mir leider noch nichts. Dabei sitze ich seit heute morgen an dieser xxx (Platz für ein Schimpfwort Deiner Wahl) Präsentation und versuche, meine Gedanken ins vorhandene Design reinzupressen. Form follows function…Wenn ich das alles in ein Word-Dokument geschrieben hätte, wäre ich nach einer halben Stunde fertig gewesen.

Ich stell mir gerade vor, wie das wohl gewesen wäre, wenn früher Kriege mit PowerPoint geplant worden wären: Wahrscheinlich wären uns dann viele Kriege erspart geblieben, denn bis der verantwortliche Minister/König etc. endlich sein Kriegsszenario dargestellt hätte, hätte sich niemand mehr an die potenzielle Kriegsursache erinnern können.

Eigentlich schade, dass Microsoft nicht ein paar tausend Jahre eher gegründet worden ist…


Peinliche Presse oder das Marketing-Inferno

Juni 9, 2009

Zm Glück gehöre ich nicht zu den Menschen, die schon Nächte vor dem Launch eines neues Spiels nicht mehr schlafen können. Ich bin eher altmodisch: Brettspiele: JA, Spiele am PC: NEIN. Okay, manchmal lasse ich mich zu einer Partie auf der Playstation überreden: Singstar (weil ich da immer gewinne) oder Guitar Hero (wo ich nicht unbedingt gewinne…).

Auch auf die Gefahr hin, mitlesende Spieler zu beleidigen: Ich finde Hardcore-Gaming eher etwas befremdlich und kann mir schwer vorstellen, mir wegen einer weiteren Stufe in World of Warcraft die Nacht um die Ohren zu schlagen. Und das, obwohl ich zu Studizeiten selbst mal Rollenspiele gespielt habe (eine hochbegabte Druidin in Midgard).

Noch befremdlicher als Non-Stop-Zocken finde ich es allerdings, wenn ein so großer Anbieter wie Electronic Arts mit einer ausgesprochen dämlichen Marketing-Aktion auf ein neues Videospiel aufmerksam machen will. Der Videospielhersteller hat die Videospielmesse Electronic Entertainment Expo in Los Angeles dazu genutzt, eine Marketing-Agentur anzuheuern, die sich als christliche Fundamentalisten ausgegeben und gegen ein Spiel namens „Dante’s Inferno“ demonstriert haben. Mehr Infos dazu gibt es hier

Jetzt komme ich nicht aus dem Marketing-Bereich, aber irgendwie muss einem doch der gesunde Menschenverstand sagen, dass so eine Aktion immer schiefgehen muss und ziemlich schnell auffliegt. Aber vielleicht glaubt man bei Electronic Arts auch, dass peinliche Presse besser als gar keine Presse ist?

So, jetzt muss ich leider aufhören, muss noch zum Media Markt und „Dante’s Inferno“ kaufen…