Neuer Rücken gesucht

Juni 15, 2009

Als der Rücken am Freitag leise vor sich hingeschmerzt hat, hielt ich noch den Besuch des Fitness-Studio am Mittwoch für die Ursache.  Deshalb habe ich mich gestern auch ganz tapfer auf mein Fahrad gesetzt und auf der Fahrt zum Bruckenfischer auch fast nicht gejammert. Okay: Mitradler könnten das eventuell anders in Erinnerung haben 😉

By the way: Fahrrad fahren in und um München ist einfach perfekt und aufgrund der vielen schönen Restaurants und Biergarten findet sich auch immer leicht ein Ziel, dass einen für den einen oder anderen Hügel oder auch mal Berg ausreichend belohnt.

Gestern war das Ziel also der Bruckenfischer, ein typisch bayerischer Landgastof mit Biergarten-Ambiente, der direkt an der Isar liegt, nur wenige Kilometer vom Kloster Schäftlarn entfernt.

Trotz Schnittlauchbrot und kaltem Wasser spürte ich aber gestern meinen Rücken mehr, als mir lieb war und freute mich gar nicht auf den Rückweg. Denn nach dem Bruckenfischer heißt es immer: Raus aus dem Isartal und das bedeuet in dem Fall 100 Höhenmeter am Stück (und ein demotivierendes Gefühl, wenn die Rennradler ganz locker an einem vorbeifahren). Irgendwann hatte ich es aber auch trotz Mountainbike geschafft.

Als ich nach einer Fahrt von fast 70 km und 365 Höhenmetern wieder zu Hause ankam entpuppte sich das Duschen als relativ schwierig. Als ich danach den Fehler machte, mich auf die Couch zu setzen, war das Aufstehen fast unmöglich. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ich sitze vor meinem Rechner, versuche mich möglichst wenig zu bewegen und den Kopf nicht zu drehen. Wahrscheinlich hat irgendein fieser Rückenwirbel selbst blockiert . Aber ich werde nicht nachgeben. Ich sitze das jetzt einfach aus, denn ich habe einfach keine Lust, beim Orthopäden stundenlang im Wartezimmer zu sitzen. Dass muss ja irgendwann wieder aufhören und wenn nicht, will ich gleich einen ganz NEUEN Rücken. Das muss doch möglich sein, hm???

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Kahn, der Langsam-Jogger

Juli 21, 2008

Ein Sonntag in München kann recht vielseitig werden. Auf jeden Fall dann, wenn man mit ein paar Freunden eine Radtour macht und dabei im ersten Streckenabschnitt durch Grünwald kommt.

Für alle Ortsfremden: In Grünwald leben bevorzugt die Schönen und Reichen von München beziehungsweise die, die sich dafür halten, beispielsweise Fußballer, Schauspieler etc.

Doch zurück zur Fahrradtour. Wir radelten so ganz alleine durch Grünwald – denn sonntags ist da eigentlich nie jemand auf der Straße – als ich plötzlich einen Jogger sehe, der uns in sehr gemächlichem Tempo entgegenkommt.

Erst 30 Meter später verarbeitet mein Hirn, was es da gerade gesehen hat: Oliver Kahn, ganz alleine auf einer asphaltierten Straße joggend. In einem Tempo, bei dem sogar ich mithalten könnte.

Ich bremse also ziemlich spontan, was nicht gerade für Beifallsrufe bei dem Rest der Gruppe sorgt und erzähle den anderen, wer uns da gerade entgegenkam.

Aber anscheinend hat jeder schon einmal Oliver Kahn irgendwo in München gesehen. Nur nicht beim Langsam-Joggen am Sonntag-Mittag.

Und irgendwie grantig sah er aus. Was aber auch daran liegen kann, dass wir ihn nicht erkannt haben. Als Promi ist das ja so ziemlich das schlimmste, was einem passieren kann.

Spannender war dann das Schaf, dass wir einiger Zeit später gesehen haben. Das hatte sich in einem Zaun verfangen und dann selbst wieder befreit, bevor wir helfend eingreifen konnten.

Nur das empörte Meckern war dann noch eine Zeit lang zu hören…