Urlaubsplagen

April 14, 2010

Manche Dinge sind schwer zu verstehen. Für mich. Etwa die Tatsache, dass ich nach der täglich Zeitungs-Online-Lektüre immer das Gefühl habe, dass die Deutschen ähnlich verschuldet wie die Griechen sind und es nur eine Frage der Zeit ist, bis Peter Zwegat so ziemlich jeden deutschen Haushalt beraten muss.

Wenn man dagegen versucht, ein paar Tage Urlaub in Südtirol zu buchen, kann das wirklich zu einem echt anstrengenden Erlebnis werden. Beispielsweise dann, wenn die Pension, den man schon oft besucht hat, E-Mails gar nicht bis eher kryptisch beantwortet.

Weshalb ich dann irgendwann beschlossen habe, dass es mit Sicherheit kundenorientiertere Pensionen als den Steinegger gibt. Und wirklich: Nach zwei Tagen und diversen Telefonaten mit südtiroler Pensionen/Hotels habe ich dann endlich eine – hoffentlich – gute Alternative gefunden.

Trotzdem erstaunlich, dass im April fast alle Zimmer in der gegen Eppan/Bozen für den September bereits ausgebucht sind.

Und warum jammern eigentlich (fast) alle Menschen immer über Ihr Einkommen oder Geld, wenn dann trotzdem jeder ständig im Urlaub ist? Für nächste Jahr weiß ich aber Bescheid: Da buche ich die Zimmer dann einfach schon ein gutes Jahr im Voraus 🙂

Advertisements

Bin wieder da – aber noch weg :-)

Januar 6, 2010

Liebe Mitlesenden,

ich wuensche Euch allen ein schoenes neues Jahr und hoffe, Ihr habt die ersten Tage des neuen Jahres gut ueberstanden. Ich sitze vor einer etwas seltsamen Tastatur in einem Einkaufszentrum im Sueden von Cran Canaria und kann sagen, dass es hier viel besser ist, als ich es mir vorgestellt habe. Teneriffa und La Palma kenne ich schon und irgendwie hatte ich mir Gran Canaria mehr so als die Alte-Leute-Insel vorgestellt. Statt dessen: Viel Sonne, angenehm warm (23 bis 26 Grad), gutes Hotel, leckeres Essen und wirklich tolle Wandertouren. Nur die Fahrten zu den Wanderungen sind etwas gewoehnungsbeduerftig – vielleicht haette ich mir aus dem Flugzeug ein paar Tueten mitnehmen sollen…

Nach einem etwas nervigen Dezember ging es am 27. ab in die Sonne und wenn ich mir wetteronline.de so angucke, war das sicher nicht die schlechteste Idee. Mag gar nicht daran denken, dass wir am Sonntag erst um 22.30h in Muenchen landen und dann so richtig schoen die Kaelte erleben koennen.

Die besten, sonnigsten Gruesse von Gran Canaria sendet Euch Jantar und freut sich auf die restlichen 3,5 Tage 🙂


4 Tage Wien

November 26, 2009

Nach überstandener Mini-Schweinegrippe (nun gut, eigentlich war es wohl mehr ein grippaler Infekt, aber Schweinegrippe klingt dramatischer 😉 geht es heute für vier Tage nach Wien.

Es ist 05:36 Uhr (Mitleid an alle, die immer so früh aufstehen müssen!) und in 2,5 Stunden will im Auto sitzen. Ich bin gespannt, wann es wirklich losgeht…

Bis Sonntag!

Jantar


Südtirol: I did it again

Oktober 12, 2009

Was macht man, wenn sämtliche Wetterdienste ein Sch…wetter für das Wochenende anzeigen, der für Samtag geplante Besuch verhindert ist und das Pickerl (Vignette) für die österreichische Autobahn noch gültig ist?

Richtig! Man setzt sich Samstag früh ins Auto und sitzt 3,5 Stunden später bei ca. 22 Grad in Bozen im Sonnenschein. Geniesst noch einmal den letzten Rest vom Sommer. Und vergisst, dass es in München kalt ist und regnet.

Und stellt fest, dass man bei den letzten Südtirol-Tipps einiges vergessen hat. Zum Beispiel einen Bozen-Besuch am Samstag. Vormittags kann man durch die Stadt schlendern, den quirligen Obstmarkt besuchen und nachmttags sitzt man bei einem Spritz (auch Venezianer genannt/Sekt oder Weißwein mit Aperol gemischt) auf einem der großen Plätze und genießt italienischen Straßenflair.

Auch einen Besuch wert ist auf jeden Fall der Ritten, ein Hochplateau oberhalb von Bozen. Hierher flüchten die Bozener normalerweise im heißen Sommer, ber natürlich sind hier auch unzählige Touristen zu nahezu jeder Jahreseit unterwegs. Besonders sehenswert sind die Rittener Erdpyramiden. Dabei handelt es sich um Erdsäulen, die bis zu einer Höhe von 30m aus dem Boden wachsen. Mehr Infos gibt es hier.

Ein weiteres tolles Reiseziel ist die Burg Runkelstein. Diese liegt am Eingang des Sarntals, in unmittelbarer Nähe von Bozen. Im 13. Jahrhundert erbaut, kommen hier alle Fresken-Liebhaber voll auf Ihre Kosten, denn die Burg bietet noch zahlreiche sehr gut erhaltene Fresken aus der Gründungszeit.

Ach ja, schön war’s mal wieder. Und wird wohl auf längere Zeit der letzte warme Tag gewesen sein. Denn heute ist es in München richtig kalt und angeblich soll es in der nächsten Tagen Schnee geben. Vielleicht doch auswandern…? 😉


Südtirol-Tipps

Oktober 6, 2009

Nach einem verlängerten Wochenende in Südtirol stellt mein Körper/Geist gerade fest: Ich will nicht arbeiten! Drei Tage gab es nur: Superwetter,  Sonnenschein, leckeres Essen, Aussichten genießen, Nichtstun. Und jetzt sitze ich hier in meinem häßlichen Mini-Büro, höre hinter mir Regen und würde mich gerne wieder zurückbeamen.

Abr falls jemand zufällig in naher Zukunft nach Südtirol fährt, hier ein paar Tipps für die Gegend rund um Eppan.

  • Ein Bad im Kalterer See: Der wärmste See der Alpen ist aktuell noch ca. 23 Grad warm!
  • Ein Stadtbummel in Bozen: Bozen ist zwar eine eher häßliche Stadt, aber der Stadtkern wirkt auf jeden Fall sehr italienisch, ist klimatechnisch gut gelegen und bietet viel Sonne.
  • Einen leckeren Williams Christ Royal oder Obstler (ich stehe eigentlich nicht so sehr auf Obstbrände) bei der Traditions-Brennerei Walcher kaufen. Der Laden im Turmbachhof ist wirklich sehr nett eingerichtet.
  • Auf der Lahneralm eine Straube essen. Strauben sind in heißem Fett ausgebackener Teig, der mittels eines Trichters spiralförmig geformt wird und mit Preiselbeeren serviert wird.
  • Einen Abstecher zum Gardasee machen. Nach einer guten Stunde Fahrtzeit kann man am nördlichen Ufer des Gardasees bequem die Touristenseele baumeln lassen…
  • Einen Abstecher nach Meran machen. Einer meiner Liebligsorte in Südtirol. Und von dort über den Sissi-Weg zu den Gärten von Schloss Trauttmansdorff gehen.
  • Vom Gasthof Buchwald auf Bozen runtergucke und zum Schlern, Rosengarten, Latemar rübergucken. Wer es  gerne sportlich mag,  fährt mit dem Mountainbike über den Eppaner Höhenweg zum Buchwald. Eine Wegbeschreibung gibt es hier.

Ich könnte die Liste noch ewig fortführen… Aber vielleicht habt Ihr ja auch ein paar gute Ideen/Tipps/Vorschläge?


Meran, Part 3 oder Pannen-Desaster

Mai 29, 2009

Nachdem wir am Samstag noch bei schönstem Wetter einen Ausflug nach St. Ulrich (Geburtsort von Luis Trenker) gemacht haben und von dort auf Europas größte Hochalm, die Seiser Alm gefahren sind, hieß es am Sonntag morgen dann Koffer packen und wieder zurück nach München fahren.

Kleiner Tipp für alle Meran-Ausflüger: Von der Laubengasse aus, sieht man einen Sessellift, der hinauf zum Dorf Tirol fährt. Der Spaß kostet hin- und zurück max. 4 Euro, dafür sitzt man dann in einem wirklich abenteuerlichen Lift, schwebt praktisch durch die Weinberge (für Leute mit Höhenangst nur bedingt zu empfehlen) und hat dann einen tollen Blick auf Meran und das gesamte Tal.

Nach der Fahrt mit dem Lift kehren wir Meran dann endgültig den Rücken. Das Wetter ist herrlich warm, der Verkehr relativ gering und meine Laune bestens – am Abend wollen wir bei uns grillen, aber bis dahin sind wir ja längst wieder Hause. Das Navi gibt als Ankunftszeit 13.34h an.

Um kurz vor halb 12h lerne ich eine völlig neue Facette am Auto kennen: Funny-Shaking. Das lustige Rütteln ist leider nur von kurzer Dauer, danach beschließt der Wagen einfach gar nichts mehr zu tun. Okay, ein bisschen kann ich das Auto ja verstehen: Der Jaufenpass ist steil, aber der Scheitelpunkt ist quasi schon zu sehen und sogar Radler schaffen den Weg. Wie der, der kurz danach an uns vorbeifährt, als wir hektisch das Warndreieck aufbauen, weil das Auto genau hinter einer Kurve liegen geblieben ist. Auf die Frage des Radlers, ob wir Hilfe brauchen entgegne ich noch ganz optimistisch, dass gleich Hilfe kommt und ich auf gar keinen Fall mit ihm tauschen möchte.

Zwei Stunden später bin ich mir nicht mehr ganz so sicher. Als nach 3,5 Stunden endlich der Abschlepper kommt, ist mein Repertoire an bösen Gedanken nahezu aufgebraucht. Wozu ist man eigentlich im ADAC, wenn man erst die Mobilitätsgarantie von VW in Anspruch nehmen muss und die es nicht schaffen, dass der Abschlepper schneller kommt??? Und klar, man hätte sich einfach ein neues Auto kaufen sollen, denn wer versucht, mit einem zwei Jahre alten Wagen über einen Pass zu fahren, ist ja schließlich selbst Schuld.

Und so sitze ich dann vorne im Abschleppwagen, auf meinem Schoss das – leider etwas streng riechende – Enkelkind des Abschleppers und höre ganz nebenbei, was es mit dem Unfall Motorrad – Cabrio, den wir auf der Hinfahrt gesehen haben, auf sich hatte: Der Motorradfahrer bewegt sich fortan mit einem Fuß weniger durchs Leben (was mich skurrilerweise sofort an T.. Boyles „World’s End erinnert hat. Wer das Buch nicht kennt: Unbedingt lesen!) und der Baum ist zum Glück nur kaputt gewesen, weil ein LKW ihn beim Vorbeifahren beschädigt hat.

Da das Auto nichts mehr tut und am Sonntag kein Mechaniker da ist, gibt es zwei Alternativen: Mit dem Zug heimfahren oder übernachten. Mietwagen gibt es nicht, weil kein großes Mietwagenunternehmen vor Ort ist (St. Leonhard) und die am Sonntag eh nicht aufhaben – sehr sinnvoll!

Wir entscheiden uns für Zug, da morgen einer von uns seinen Flieger am Münchner Flughafen erwischen muss. Wir erfahren: Das der nächste Zug in 20 Minuten von Meran abfährt und man dann nach 2x Umsteigen in sechs Stunden München erreichen würde. Da wir in zwanzig Minuten aber niemals in Meran sein können, wollen wir gerne später fahren, dafür eine bessere Verbindung nehmen. Besser gibt es nicht, nur später und später heißt, dass die Fahrt über 10 Stunden brauchen würde. WTF???

Wir entscheiden uns für Plan C: In München einen ganz lieben Menschen anrufen (danke, Stefan!) und hoffen dass er uns abholt. Die Begeisterung am anderen Ende des Hörers ist grenzenlos – ebenso grenzenlos wie unsere Erleichterung, dass wir tatsächlich abgeholt werden. Während der nächsten drei Stunden sitzen im Sandwirt, dem Geburtshaus des südtiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer, bis dann endlich das lang ersehnte Auto um kurz vor 8 Uhr abends auftaucht. Und um kurz nach halb 12, also ungefähr 12 Stunden nach der Panne sind wir dann endlich wieder zuhause.

Danke an alle Leute von der VW-Mobilitätsgarantie – mit Eurer prompten Hilfe fühlt man sich bei einer Autopanne wirklich gut versorgt. Freu mich schon wie Bolle auf die nächste Fahrt über den Jaufenpass! Dass kann allerdings noch etwas dauern, denn noch steht das Auto wohl in Südtirol…


Meran, Part 2 oder: Unfälle pflasterten ihren Weg

Mai 28, 2009

Da es sehr schwül ist, vermute ich, dass jemand umgekippt ist. Also schnell aus dem Auto gesprungen und nachfragen, ob jemand Hilfe braucht.

Am Fuße einer wirklich steilen Treppe, die zum Eingang der Pension führt (die Pension ist ein typisch Südtiroler Hof mit einer steilen Steintreppe) liegt eine Frau, die beim Frühstück direkt am Nachbartisch gesessen hat. Ihr Mann ist erstaunlich ruhig und sich sicher, dass sie sich ein Bein gebrochen hat, obwohl sie nur eine einzige Stufe heruntergefallen ist. Da der Krankenwagen schon verständigt ist, lassen wir die beiden dann auf eigenen Wunsch in Ruhe. Später erfahren wir, dass sie sich einen Trümmerbruch zugezogen hat. Ich habe von da an ordentlich Respekt vor der Treppe.

Trotz des unschönen Starts in den Tag ist der Rest des Tages perfekt. Bei gut 30 Grad ist es am Gardasee doch gleich noch mal so schön. Und so sitzen wir in Limone (ein Ort, der fest in deutscher Hand zu sein scheint) bei einem leckeren Eiscafé an der Seepromenade. Manchmal macht es wirklich Spaß, sich wie ein typischer Touri zu benehmen.

Am späten Nachmittag sind wir wieder in Meran und spazieren noch auf dem Tappeinerweg am Hausberg von Meran entlang. Vom alten Pulverturm aus hat man übrigens einen schönen Ausblick auf den Ort.

Der Tag geht friedlich und ohne weitere Unfälle bei leckerem Rotwein auf dem Balkon zu Ende. Aber man soll sich ja nie zu sicher fühlen… 😉