Der Sinn des Lebens – oder Working all over the day…

Juli 22, 2011

Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich ein Hamster im Laufrad fühlt, sollte sich selbstständig machen 😉

Fast ein Jahr der Selbstständigkeit liegt nun schon hinter mir und obwohl ich wahrscheinlich noch nie so wenig Schlaf wie im letzten Jahr hatte, muss ich sagen: Es war die beste Entscheidung meines Arbeitslebens! Statt mich jeden Tag in ein Schuhkarton-Büro zu schleppen, den Tag in Meetings mit Leuten, die ich nicht mag, zu verbringen, kann ich mir nun einbilden, mein eigner Herr zu sein.

Das stimmt natürlich nicht so ganz, weil Auftraggeber natürlich ebenfalls Chefallüren haben und der Arbeitstag nun durchaus auch mal 16 Stunden und mehr haben kann. Krank sein geht wahrscheinlich gar nicht (zum Glück noch nicht erlebt) und Urlaub wird schwierig, aber trotz allem: Ich bin mit allen Kunden/Auftraggebern zufrieden, kann mich über die Zahlungsmoral nicht beklagen und manche Jobs machen sogar 100%ig Spaß.

Die Konsequenz meines neuen Arbeitslebens ist, dass ich hier weniger über Kollegen, die mich nerven, schreiben kann. Aber natürlich gibt es noch genug Eigenheiten meiner Menschen, über die es sich lohnt, ein paar Worte zu verlieren.

Einer meiner Jobs bestärkt mich zum Beispiel in meinem Vorurteil, dass Lehrer oft seltsame Menschen sind. Wenn Sie in ihrem angstammten Lebensraum bleiben (Schule), entwickeln sie sich oft zu menschenhassenden, suizid- oder Amoklauf-gefährdeten Menschen. Verlassen sie ihren Lebensraum, werden sie meist nur zu Lebewesen, die alles (besser) wissen, sich gerne reden hören und glauben, der Großteil ihrer Mitmenschen würde den IQ eines Stücks Brot besitzen (okay, das trifft auch mich zwar auch alles zu ;-), aber ich bin trotzdem kein Lehrer).

In diesem Fall ist ein beliebter Tummelpatz für Ex-Lehrer die Politik. Alternativ halten sie sich aber auch gerne in kleinen und mittelständischen Unternehmen auf. Dort möchten sie gerne einen Titel haben, der wichtig klingt, notieren sorgsam alle Rauchpausen der Kollegen (um sie bei Gelegenheit dem Chef mitzuteilen) und sorgen dafür, dass sie mindestens einen Mitarbeiter unter sich haben, den sie mit unsinnigen Aufträgen in den Wahnsinn treiben können.

Für außenstehende Beobachter (wie Jantar) bedeuet dies unterhaltsame Arbeitsstunden, Mitleid mit den untergegebenen Mitarbeitern und das unbeschreibbare Glücksgefühl, nicht mehr den Launen eines Chefs ausgesetzt zu sein.

In diesem Sinne: Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende 🙂

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